Falkenburger Höhle, auch Falkenhöhle, Kyffhäuser Höhle oder Barbarossahöhle genannt, große Höhle bei dem Dorfe Rottleben, 1 km westlich von Frankenhausen (schwarzburgrudolstädtische Unterherrschaft); sie ist 300 mlang, stellenweise über 30 mebreit, 3—7 m hoch und hat mehrere kleine Seen. Die Höhle wurde erst in der Weihnachtswoche 1865 entdeckt, als man einen 1860 begonnenen Stollen in den Berg hineintrieb. ½½½ s. Falkenierer. bauminister, Sohn des Generals der Kavallerie Grafen Eugen F. (gest. 1853), geb. 20. Febr. 1829, diente zuern in der Armee im Kaiser-Husarenregiment Nr. 1 und nahm an dem Feldzuge gegen die ungar. Insurrektion 1849 mit Auszeichnung teil. Als Rittmeister verließ er den Dienst und bewirtschaftete sein Gut. Von der Kurie des Großgrundbesitzes wurde F. wiederholt in den oberösterr. Landtag gewählt und war auch eine Zeit lang Landeshauptmann und Präsident der Landtagsversammlung. In den Reihen der konservaleitende Rolle. Im J. 1876 veröffentlichte er Materiale zu Studien über das österr. Budgeto, 1879 eine Broschüre voll heftiger Angriffe gegen die moderne Wirtschaftstheorie unter dem Titel „Das Jahrzehnt des ersten Ausgleichs 1868—775. Nach hartem Wahlkampfe wurde F. als Kandidat der Klerikalen vom Städtebezirk Wels in das Abgeordnetenhaus gewählt und am 12. Aug. 1879 zum Ackerbauminister im Kabinett Taaffe ernannt. Sein älterer Bruder Franz, Graf von F., Majoratsherr, geb. 17. Nov. 1827, diente anfangs gleichalls in der Armee, die er mit dem Range eines ajors verließ, um seine Güter zu verwalten. Seit 1867 gehört er dem oberösterr. Landtage als gewähltes Mitglied, seit demselben Jahre dem Herrenhause des Reichsrats als erbliches Mitglied an. Factenierer s. Falkenburger Höhle. alkenierer (Falkener, Falkenier, frz. fauconnier), ein bei der Falknerei verwendeter Jäger, besonders der, welcher die Falken zur Baize abrichtet.