FeedFallbrücke
BaukunstBrockhaus 1882

Fallbrücke (grch. enghen) kommt unter den Belagerungsmaschinen der Alten vor, einmal als Zugklappe am Wandelturm (auf halber Höhe desselben angebracht), um auf die Mauer des belagerten Platzes niedergelassen zu werden, dann auch zu gleichem Zweck selbständig zwischen Masten hängend, auf niedrigem Wagen transportierbar (die eigentliche Sambuka). Mittels der niedergelassenen F. gelangten die Sturmkolonnen auf die feindliche Mauer. — F. ist auch gleichbedeutend mit Zugbrücke. Unter letzterer versteht man den wegnehmbaren Teil einer festen Brücke, welche durch Aufziehen desselben leicht unpassierbar gemacht werden kann. Die Zugbrücken in Festungen sind in der Regel klappenartig eingerichtet, doch kommen sie auch als Rollbrücken vor. älle (vorbehaltene), lat. casus reservati, s. Reservationen. (S. 801). allen (bergmännisch), s. u. Bergbau (Bd. II, ällen (chem.), s. Fällung. allende Sucht, s. Epilepsie. allenschloß oder Klinkenschloß (frz. serrure à deux pênes, engl. trunklock) nennt man ein Schloß, welches außer dem mittels des Schlüs—⸗ sels zu bewegenden Riegel mit einer Vorrichtung (Falle) versehen ist, mittels deren die Thür zugehalten wird, auch wenn sie nicht mittels des Schloßriegels versperrt ist, und die meist durch den Drücker zu öffnen ist. (S. unter Schloß.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 548Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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