Falsen (Kristian Magnus), norweg. Jurist und Politiker, Sohn des vorigen, geb. 14. Sept. 1782 zu Oslo, wurde 1804 Obergerichtsprokurator in Norwegen, und 1807 Advokat am höchsten Gericht in Kopenhagen. Als solcher nahm er, zum Kapitän der Studentengarde ernannt, teil an der Verteidigung Kopenhagens gegen die Engländer. Im folgenden Jahre siedelte er wieder nach Norwegen über als Landrichter in Follo. Im J. 1814 schrieb er im Verein mit J. G. Adler einen Entwurf zu einer norweg. Konstitution, welcher auch den zu Eidsword stattfindenden Beratungen, an denen F. sich beteiligte, zu Grunde gelegt ward. F. arbeitete damals eifrig füreine Skandinavis 1 Union unter dem dän. Prinzen Christian Frederik (dem nachherigen Christian VIII.), und zog sich, als die schwed.⸗ norweg. Union zu Stande gekommen war, eine Zeit lang als Amtmann in Nordre Bergehus von der polit. n . zurück. Allmählich näherte er sich der schwed. Regierungspartei, ward 1822 zum Generalprokurator ernannt, verlor aber dadurch seine Popularität. Nach Aufhebung dieses Amtes ward er 1825 zum Stiftsamtmann in Bergen ernannt, und endlich 1827 zum Präsidenten des norweg. höchsten Gerichts. Er starb 13. Jan. 1830. Von seinen Schriften sind hervorzuheben: „Geschichte Norwegens bis 13195 (4 Bde., 1823—24), Fortidens Geographis (1819), Beskrivelse over Norger (1821) und eine Biographie Washingtons (1821).