FeedFanfreluche (frz.)
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Fanfreluche (frz.), Flitterkram, Flitterstaat, Schnurrpfeiferei; auch eine böse Fee. anga, ein früheres Getreidemaß in Portugal und Brasilien, der span. Fanega (s. d.) entsprechend, welches bis zur Einführung der franz. metrischen Größen (dort 1. Okt. 1868, hier 1. Jan. 1874) gesetzliche Geltung hatte und an manchen Plätzen auch für Salz und die meisten andern trockenen Waren diente. Die F. wurde in 4 Alqueires geteilt. In Portugal war sie in den einzelnen Orten von sehr verschiedener Größe: in Lissabon — 55,883 1 oder 2791 alte pariser Kubikzoll 1,01 502 span.⸗ castil. Fanegas, in Porto - 69,86 1 oder 3521 ½ pariser Kubikzoll 1,25 s6o castil. Fanegas, indem 79¼ F. von Porto 100 F. von Lissabon waren; andere Berichte geben die F. von Porto = 68lan. Für Steinkohle war das Maß ein weit größeres, wenigstens in Lissabon, indem die F. dort 8 gehäufte Alqueires begriff; man rechneke sie 21½ alte engl. Roblenbush 8, was = 769½ 1, mithin beinahe 14 mal der Inhalt der lissaboner Getreidefanga. Was Brasilien 16070 so war die F. in Rio de Janeiro - etwa 160 I (in der Praris rechnete man 1 F. von Rio de Janeiro = 3 . von Lissabon), in Bahia 2½ F. von Lissabon 124,71 = 6279¾ pariser Kubikzoll.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 562Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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