Färöer oder Faröer, d. h. Schafinseln, eine — Krone Dänemark gehörige Inselgruppe im Atantischen Ocean, 445 km Gpesch von Island, 305 nordwestlich von den Shetländischen Inseln, bestehen aus 22 Felseilanden, von denen nur 17 bewohnt, und umfassen zusammen ein Areal von 1333qkm mit (1880) 11 220 CE., mithin 8 auf 1km. Ihre außerordentlich steilen Berge steigen 300 850 mehoch auf; das Innere erhebt sich in Absätzen und endigt mit hohen Spitzen (Tinderne). Die größte der Inseln ist Strömö (358 qkm mit 3500 E.) mit dem 736 m hohen Skalingfield, dem Hauptort Thorshavn und dem guten Hafen Westmanshavn. Außerdem sind bemerkenswert die Inseln Osterö (275 akm und 2200 E.) mit dem 85m hohen Slattaretindur und dem Hafen Kongshavn; Syderö und Vaagö (jede 165 qkm), Sandö und Bordö (iede 110 akm), alle mit ungemein schroffen Ufern und tief ausgespülten Seebuchten. Das Klima ist, für die nördl. Lage zwischen 61 20“ und 62 25 nördl. Br., durch die Seeluft in allen Jahreszeiten sehr gemäßigt, aber diese Luft so feucht, daß man auf einen hellen Tag drei Nebeltage rechnen kann. Der Winter ist so milde, daß Pferde und 1 stets im Freien gehen, der Schnee selten länger als acht Tage liegen bleibt und die Fjorde fast niemals zufrieren. Zum Teil hat dies seinen Grund in den starken Meeresströmungen. Die mittlere Sommertemperatur ist aber auc) nur 8“ R. Furchtbar sind die Stürme. Der Boden ist felsig, jedoch an Stellen, wo stärkere Schichten Dammerde ihn bedecken, sehr fruchtbar und ergiebig an Gerste (die jedoch oft nicht ganz zur Reife kommt), an Rüben und Kartoffeln. Von Pflanzen gibt es auf den F. 583 Spezies, darunter 270 Phanerogamen. Die Stürme Baiabol den Baumwuchs 23191 doch sind Torf, teinkohlen (auf Syderö), Trei holz und Tang zur Pierde ab vorhanden. Das Vieh ist nur klein; die ferde aber dabei sehr stark, rasch und sicher. Eine Merkwürdigkeit bildet der sog. Vogelberg oder die Kluft bei Westmans, 25 Vogelklippen in einem rausigen, von mehr als 300 m hohen Felsen umchlossenen Hafen. Große Mengen von Seevögeln umschwärmen die Spitzen der Klippen, aber die verschiedenen Arten haben besondere Wohnsitze. Die Einwohner sind von starkem Schlage, bieder und dienstfertig und in ihrer Lebensweise böchst einfach und nüchtern. Sie sprechen einen Dialekt des Altnordischen, aber die Kirchen⸗, Schul⸗, Gerichts- und Schriftsprache ist das Dänische. Die Hauptnahrungszweige der Bewohner bilden die Vieh⸗, besonders die Schafzucht, der Fischfang, der Vogelfang und das Sammeln der Eiderdunen. Das Schachspiel ist bei Männern und Weibern ein Lieblingspergnügen und in jeder Hütte ein Schachbrett zu finden. Der Handel wird auf —½ Rechnung betrieben. Nach Gesetz vom 15. April 1854 haben die Inseln ihr eigenes Cbize von 18 gewählten Mitgliedern, an dessen Spitze der Amtmann und der Propst stehen. In weltlicher und kirchlicher Hinsicht sind sie dem Stiftsamtmann von dünet, haben und dem Bischof von Seeland untergeordnet, haben jedoch in Thorshavn einen Amtmann, einen Landfoged, der zugleich Polizeimeister, offizieller Actor in Justizsachen und königl. Einnehmer ist, einen Sörenstriver (geschworenen Schreiber) und sechs Sysselmänner für die sechs Syssel Strömö, Sandö, Vaagö, Osterö, Syderö und Norderö. Die kosan Stadt, zugleich der einzige allgemeine Marktplatz, ist Thorshavn auf Strömö mit etwa 1000 E., einem guten, durch eine Strandbatterie verteidigten ien und einer Realschule. Die F., ursprünglich äreyjar genannt, wurden 861 von den Norwegern olonisiert und kamen 1380 an die dän. Krone.