Feder (Joh. Georg Heinr.), philos. Schriftsteller, geb. 15. Mai 1740 zu Schornweisach bei Ba reuth, wurde 1765 Professor am Casimirianum zu Cobur und 1768 als ord. Professor der Philosophie na Göttingen berufen. Im J. 1797 gab er seine Professur auf und ging nach Hannover, wo er Mit⸗ „direktor am Georgianum, 1802 Hofbibliothekar r‚wurde und 22. Mai 1821 starb. seinen Untersuchungen über den menschlichen Willen » (4 Bde., .Lemgo 1779— 93; 2. Aufl. 1785) und den (Grundlehren zur Kenntnis des menschlichen Willens und eder natürlichen Gesetze des Rechtsverhaltensv (Gött. 11783; 5. Aufl. 1789) bekannte er sich zu einem ver-Jedelten Eudämonismus. Er war ein Gegner der „Kantschen Philosophie. Seine Selbstbiographie, F.s Leben, Natur und Grundsätzer, gab sein Sohn, Karl Aug. Ludw. F., heraus (Lpz. 1825). ö ederalaun (natürlicher Alaun, Haar⸗ „salz), in der Natur vorkommende faserig-strahlige oder haarförmige Salze von der allgemeinen Zusammensetzung der Alaune, namentlich außer dem Thonerdesulfat mit Kali⸗, Ammoniak⸗, Magnesia- und Eisenoxydulgehalt; doch scheinen diese Substanzen vielfach nicht regulär zu krystallisieren, sondern einem der doppeltbrechenden Systeme (vielleicht dem monoklinen) anzugehören, auch einen etwas andern Wassergehalt (statt der 24 Moleküle der künstlichen Alaune nur 22 Molekule Wasser) zu besitzen. Sie finden sich in den Klüften von Laven „und Kratern, auch in der Nachbarschaft von Fumasrolen und Solfataren, ferner im Braunkohlengebirge, in der Alaunerde und dem Alaunschiefer, in alten verlassenen Grubenbauten, wegen ihrer leichten Löslichkeit in Wasser niemals in großer Menge. — Mit F. wird an einigen Orten auch der Amiant (s. unter As best) hezeichnet. ö derbusch, ein Schmuck der Kopfbedeckung des Militärs und militärisch uniformierter Korporationen aus Strauß⸗, Reiher⸗, Hahnen⸗ und andern Federn bestehend, wurde früher von ganzen Truppenteilen getragen, zu welcher Zeit der F. der Soldaten kleiner, der der Befehlshaber größer war. Von den Befehlshabern wurden zuweilen sogar zwei, drei und selbst vier Federbüsche übereinander ö Lampse teils aus Prachtliebe, teils auch um im Kampfe leichter erkennbar zu sein. * ist der F. meist durch den Haarbusch ersetzt und bildet in den meisten Armeen nur noch eine Auszeichnung für Generale, höhere Offiziere und Adjutanten. hook), das zu einem Haken ausgeschmiedete Ende einer Feder.