Feldwachen und Posten ausgegeben, in der Regel vom Vorpostenkommandanten. Die Schildwachen und Vedetten fordern sie jedem Ankommenden, der sich als Militär erweist, ab und müssen bei falscher Antwort Feuer geben, haben sich hierbei aber vor Irrtum zu hüten, da falscher Alarm zu vermeiden ist. Beim Anruf Wer da bo muß der Ankommende das erste Wort oder Zeichen der Losung geben, das der Anrufer mit dem zweiten erwidert; beides muß leise geschehen, damit feindliche Patrouillen nicht Losung und F. erlauschen. Ist dies dennoch zu befürchten oder ist ein Mann desertiert, so muß sofort Losung und F. vom Feldwachkommandanten geändert und Meldung darüber an den Vorpostenkommandeur erstattet werden. iderte 9f. bilden die Ausrüstung der Feldartillerie (s. d.) und müssen mit der gehörigen Wirkung gegenüber feldmäßigen Zielen einen hohen Grad von Beweglichkeit vereinigen, damit der Feldartillerie die Manövrierfähigkeit innewohnt, welche sie befähigt, im Verein mit den andern Waffen zu sechten. (Vgl. Artillerie.) In allen Artillerien sind die F. jetzt gezogene Hinterladungskanonen mit forcierten Geschossen. Auch Großbritannien, das bis vor kurzem am Vorderlader festgehalten, ist jetzt in der Einführung eines Hinterladers als F. begriffen. Man legt bei den F. großen Wert auf eine gestreckte Flugbahn der Geschosse und bedeutende Treffsicherheit. Bei allen neuern Systemen sind daher unter Anwendung langsam verbrennenden Pulvers die Ladungen erhöht und die Geschosse durch veränderte Konstruktionsverhältnisse zu einer bessern Beibehaltung der ihnen damit verliehenen größern Anfangsgeschwindigkeit befähigt worden. Material und Aufbau des Rohrs wirken auf eine größere Widerstandsfähigkeit gegenüber den vermehrten Ladungen hin, ebenso die Verbesserungen in der Verschlußkonstruktion; die innere Einrichtung der Rohre begünstigt mehr als bisher die Treffsicherheit. Die Unterschiede der verschiedenen Systeme der F. bestehen in der speziellern Bestimmung des Ladungsverhältnisses, in der Konstruktion der Züge, im Rohrmaterial und in der Verschlußeinrichtung. Was das Rohrmaterial betrifft, so hat man als solches teils Stahl, teils Hartbronze; die Verschlüsse sind entweder Rund⸗ und Flachkeilverschlüsse oder Schraubenverschlüsse. Für die eigentlichen F. hat man allerwärts zwei Kaliber, das schwere für die fahrenden Batterien oder einen Teil derselben, das leichte für die reitenden und eventuell den Rest der fahrenden Batterien. Im Deutschen Reiche, wie in Rußland, hat man ummantelte Stahlgeschütze mit Rundkeilverschluß; im erstern die Kaliber 7,85 und 8,8 em, in Rußland 8,60 und 10,68 em. Das reitende F. hat in Rußland mit dem leichten der Fußartillerie gleiches Kaliber, aber infolge verminderter Seelenlänge geringeres Rohrgewicht. Ssterreich-Ungarn hat F. von Hartbronze vom Kaliber 7,5 und 8,7 em mit lachteilverschluß, Italien die gleichen Kaliber, ebenfalls in Hartbronze, aber mit Rundkeilverschluß, ein Teil der 8,7 em-Rohre ist in Stahl. Frankreich hat Stahlrohre mit Schraubenverschluß vom Kaliber 80 und 90 mm (als Positionsgeschütze auch solche von 95 mm). Die neuen F. von Großbritannien haben ein stählernes Kernrohr mit schmiedeeisernem Mantel und Schraubenverschluß. Dem Geschoßgewicht nach sind sie 13⸗ und 22-Pfünder. (Vgl. Geschütz.)