FeedBesatzung
GeschichteBrockhaus 1882

Besatzung einer Pawag nennt man diejenigen Truppen, welche zur Bewachung und Verteidigung in dieselbe gelegt werden. Den Zahlau Grundder B. bildet die Infanterie, deren Zahl auf Grundlage des Bedarfs für die Bewachung der Festung berechnet wird. Dieser Bedarf verdreifacht ergibt die Stärke der Bezirksbesatzungen, zu denen noch ein Drittel als Generalreserve tritt, sodaß die gesamte B. an Infanterie das + der zur iust. Diet unmittelbar nothwendigen Anzahl umfaßt. Die Stärke der B. an Kavallerie ist der Natur der Sache nach gering; es wird nur so viel gerechnet, als zur Betreibung des Sicherheitsdienstes im Vorterrain und zur Unterstützung von Offensivunternehinungen nötig ist, gewöhnlich zwischen einer und vier Eskadrons, je nach der Stärke an bedurntter Hiernach richtet sich auch die Zahl der espannten Feldbatterien, welche Ausfallbatterien genannt werden. Die Zahl der Fuß⸗ (Festungs⸗) Artillerie0: Man rchner von der Armierung mit Geschützen ab; man rechnet z. B. im Deutschen eiche pro Verteidigungsgeschütz 7 Kanoniere, auf 10 Kanoniere 1Unteroffizier und auf 5Unteroffiziere 10ffizier. Der Bedarf an Pionieren und peziell Mineuren richtet sich nach der Größe und Beschaffenheit der Festung. Die gesamte B. steht unter einem Gouverneur oder Kommandanten, dem ein Artillerie-und ein Ingenieuroffizier vom Platz als Beirat zur Seite gestellt sind. Die Besatzungstruppen werden nur in geringer Anzahl der Feldarmee entnommen und mit Ausnahme der Fußartillerie, die schon im Frieden besteht, meist erst im Kriegsfalle aus ältern Jahr-Hie B. (Landwehr, Territorialarmee) gebildet. — ie B. einer Felds chanze, fast nur Infanterie, richtet sich nach der Größe des Werks und schwankt zwischen einer Kompagnie und einem Bataillon.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 888Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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