Fellbach, Pfarrdorf im württemb. Neckarkreise, Oberamt Cannstatt, 5 Em östlich von Cannstatt am Fuße des Kapellbergs und an der Linie Cann-Nördlingen der Württembergischen Staatseisenbahn, zählt (1880) 3512 E., welche Acker⸗ und Weinbau, auch Weinhandel treiben; auch besteht hier eine Fensterbeschlägfabrik und ein Asyl für dienstunfähige weibliche Dienstboten. Auf dem Kapellberge sieht die weithin sichtbare Fellbacher Linde, die auch Cassini-Linde genannt wird, weil Cassini hier für die Aufnahme der Gegend einen Dreieckspunkt bestimmte. Graf Ulrich von Württemberg kaufte 1335 den Ort von den Herren von F. Hier wurde ein Mithras-Monument gefunden.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 664Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei