Fernandina, Postdorf, Einfuhrhafen und Grafschaftssitz des County Nassau im nordamerik. Unionsstaat Florida mit (1880) 2562 E. (gegen 1722 E. im J. 1870), liegt in der nordöstl. Ecke des Staates auf dem westl. Ufer der Insel Amelia, da, wo der Amelia-River die genannte Insel vom Festland trennt und in den Cumberland Sound mündet. F. bildet den östl. Endpunkt der Atlantic-Gulf-West-India-Transiteifenbahn, welche den nördl. Teil der Halbinsel Florida der Breite nach durchschneidet, und ist 164 kKm südsüdwestlich von Savannah und 57 Km südlich von Brunswick, beide im Staate Georgia, sowie 270 km östlich von der Staatshauptstadt Tallahassee, gelegen. Der geräumige und rings von Land umschlossene Hafen ist der beste südlich von der Chesapeakebai und zur Zeit der Flut den größten Seeschiffen zugänglich. Die Ein- und Ausfuhr ist eine beträchtliche. Haupthandelsartikel sind Nutzholz und Baumwolle. F. hat einen schönen Strand. Sein Klima ist im Winter sehr mild, im Sommer Ebaber durch die kühlen Seewinde gemäßigt. F. ist daher das ganze Jahr hindurch ein gesuchter Badeort für Kranke aus dem Norden der Vereinigten Staaten. Regelmäßig gehende Dampferlinien verbinden es mit Savannah, Charleston und Neuyork. F. ist der Sitz des prot. Episkopalbischofs von Florida. Es hat neun Kirchen, eine kath. Akademie und zwei wöchentlich erscheinende Zeitungen. * Anfang des 19. Jahrh. von den Spaniern angelegt und von geringer Bedeutung, begann seine Entwickelung erst mit der Erbauung der Eisenbahnlinie Cedar Key.