FeedFernandez y Gonzalez (Manuel)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Fernandez y Gonzalez (Manuel), einer der beliebtesten und fruchtbarsten neuern span. Romanschriftsteller, geb. 1830 zu Granada, trat 1850 an die Offentlichkeit mit einem Bande Poesiaso, dem 1858 ein zweiter (Poesias variaso) nachfolgte. Hierauf versuchte sich F. nicht ohne Erfolg im Drama, um Moonn bald ausschließlich der Prosadarstellung in Romanen und Erzählungen zu widmen. Wie seine Dramen, so bewegen sich auch seine Romane, die er Novelas historicasv, Tradiciones populareso, Crönicasd, «Quadros del naturalo, Memoriaso oder WLegendas nacionaleso nennt, fast ausschließlich auf nationalem Boden. Don zuan, der Cid, Peter der Grausame, Don Jaime, der Conde-Duque, Don Carlos, Philipp, Isabella, Alvaro de Luna, die Infanten von Lara sind seine Helden. Doch bietet er selten mehr als flüchtige Auszüge aus Chroniken und Volksbüchern, die er nur durch Einflechtung der oft sehr excentrischen Abenteuer eines Liebespaars bereichert; an einzelnen trefflichen Partien von ergreifender und fesselnder Wirkung fehlt es jedoch nicht. Auch sind einige seiner Romane wirklich frei erfunden. Als viel gelesen ist zu nennen: El montero de Espinosas (1869), (Los Tenorios de hoys, Los ayudantes del diablod, La estrella de la tarder, Las Mogigataso, Las glorias del torcoo. Sein neuester Roman heißt Las cuatro barras de sangreo (1883). Reich an Volkssagen ist das Buch: La leyenda de Madrido (Madr. 1882). Die spätern Werke des Dichters stehen an Wert seinen ersten Schöpfungen nach.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 696Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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