Fernan-Nuñez, span. Stadt in Andalusien, Provinz Cordova, 25 km südlich von Cordova, in fruchtbarer Ebene, 12 EKm im NW. von Montilla, Station der Linie Cordova-Malaga der Andalusischen Eisenbahnen, zählt (1877) 5138 E. Dabei liegt das Schloß der Herzöge von F. ö eialen Pfarrdorf in der preuß. Provinz gern, 2 km östlich von Creuzthal, Station der Linie Hagen-Siegen (Ruhr-Siegeisenbahn) der Preußischen Staagtsbahn, an dem rechts zur Sieg gehenden Flusse Ferndorf, welcher am Pfaffenhain entspringt, den Müsener Bach aufnimmt und durch ein breites, an Eisenerzen und Eisenwerken reiches Thal fließt. Der Ort zählt 1069 meist evang. E. und hat Bleich- und Leimfabrikation. Dernen; s. unter Firn. erney oder Fernex, Flecken mit (1876) 1403 E. im franz. Depart. Ain, an der schweiz. Grenze, zur Zul der religiösen Verfolgungen in Frankreich die ufluchtsstätte vieler Protestanten, wurde insbesondere durch Voltaires Aufenthalt berühmt. Nachdem sich derselbe 1758 daselbst niedergelassen, war es seine Absicht, durch die Unterstützung aller Art, die er den Bewohnern gewährte, den damals kaum 50E. zählenden Weiler zu einer Stadt zu erheben. Insbesondere suchte er den Kunstfleiß und vor allem die Uhrenfabrikation durch geschickte Arbeiter, die er aus dem nahen Genf dahin zog, in Aufnahme zu bringen. Auch die Fremden, die aus allen Teilen der gebildeten Welt nach F. strömten, um Voltaire zu sehen, trugen nicht wenig zur Belebung dieses Ortes bei, sodaß dessen Bevölkerung 1775 auf 1200 Seelen angewachsen war; allein nach Voltaires Tode (1778) sank sie ebenso schnell wieder herab und hat seither die damalige Zahl kaum überschritten. Voltaires Schlafzimmer in dem Schlosse ist noch in seinem ursprünglichen Zustande erhalten. erngefecht (Fernkampf), s. unter Fechtart. erni (Virginia und Carolina), Geigenspielerinnen, als Töchter eines Violinisten in Crema geboren, Virginia 1840, Carolina 1842, erlernten ihre Kunst zuerst bei ihrem Vater, dann bei Bianchi und Gamba in Como, und konzertierten in allen größern Städten Italiens, der Schweiz, Belgiens und Hollands, bis sie sich 1854 in Paris niederließen. Virginia ward ihres weichen, melancholischen Spiels, Carolina ihres leidenschaftlichen, feurigen Vortrags wegen gerühmt.