Ferussae (André Etienne Just Pascal Jos. Frangois d'Audebard, Baron de), franz. Naturforscher, geb. 30. Dez. 1786 zu Chartron im Depart. Tarnet-Garonne, war Professor der Geographie und Statistik an der Generalstabsschule in Paris und starb daselbst 21. Jan. 1836. Als Naturforscher machte er sich namentlich bekannt durch die Vollendung des von seinem Vater Hen aptiste Louis d'Audebard, Baron de F. begonnenen Werks: AIistoire naturelle, générale et particulière des mollusques terrestres et fluviatileso (1819 fg.). Gerbern (lat.), heiß, glühend, heftig. erver (im Plural Ferverdin, altpers. Fravartis, Zend Fravasis) heißt in der Zoroastrischen Religion die jedem Menschen persönlich angehörende Schutzgöttin. Sie ist das göttliche Prototyp des ehend uiauie vor ihm geschaffen und ihn überebend, sozusagen die plastisch gewordene Seele desselben, doch von der Seele (Zend urvan) selbst unterschieden. Einen solchen F. zeigt Tafel: Bildnerei 1, Fig. 18, welche das Bild des verklärten Cyrus darstellt. — Im spätern Parsismus haben auch die Gottheiten, sogar Ormuzd ihre F. Die F. wohnen über dem Himmelsgewölbe, welches die den bösen Geistern Ahrimans undurchdringliche Mauer ist, und sie werden in der spätern Zeit mit den 486000 Sternen identifiziert. Die antidämonische Aufgabe der F. ist namentlich in dem Buche der Lobpreisungen, in dem Kapitel «Vascht Ferverdino niedergelegt, in welchem die Schutzgöttinnen aller Heiligen, frommer Männer und Frauen gepriesen und angerufen werden. In dem heutigen durch Diellaleddin verbesserten Kalender der mohammed. Perser ist der Monat Ferverdin der erste Monat des Jahres (20. März bis 19. April), und am ersten Tage des Fervermonats wird noch heute das Nörüz (neue Jahr) gefeiert.