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ErdkundeBrockhaus 1882

Fiddichow, Stadt in der preuß. Provinz Pommern, Regierungsbezirk Stettin, Kreis Greifenhagen, 15 km im SSW. von diesem Orte, am rechten Ufer der Oder, auf zwei Bergen, ist Station der Eisenbahn Breslau-Stettin, hat einen Vorschußverein und zählt (1880) 2931 meist prot. E., welche Tabaks- und Rübenbau, Viehzucht, Schifffahrt und Fischerei betreiben. Dabei liegt eine Zuckerfabrik. Vor 1159 war der Ort eine Burg der Wenden; er wurde 1302 vom Markgrafen von Brandenburg erobert; 1347 erhielt er vom Herzog Barnim IV. Stadtgerechtigkeit. Besitzer waren damals die von Steinwehr und die Grafen von Vierraden. Im J. 1653 wurde F. ein schwedisches, 1679 kurbrandenburg. Lehn; 1704 war es Allodium des Hildebrand Magnus von Wulffen, der auf der Burgfreiheit ein Schloß erbaute. Dann kaufte es 1725 der Markgraf von Schwedt, von ihm erbte es 1771 seine Tochter, die Landgräfin von Hessen-Kassel; später gehörte es zur Markgrafschaft Schwedt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 787Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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