Field (John), engl. Pianofortevirtuos, geb. zu Dublin 26. Juli 1782, erhielt schon in frühester Jugend von seinem Großvater Unterricht im Klavierspiel und erlangte seine höchste Künstlerausbildung unter Muzio Clementi zu London. Dieser führte ihn selbst in die Offentlichkeit ein und trat mit ihm zugleich um 1798 in Paris auf. Als 1802 Clementi seine große Reise durch Frankreich, Deutschland und Rußland antrat, wurde F. Begleiter seines Meisters und blieb in Rußland bis 1832, wo er auf einer großen Kunstreise England, Frankreich un Italien durchzog; von Neapel 1835 nach Rußlan zurückgekehrt, starb er 11. Jan. 1837 zu Moskau Obgleich F. außerordentliche Virtuosität besaß, ging er doch weniger darauf aus, Fingerfertigkeit zu zei gen, als vielmehr den melodischen Gehalt der Ton stücke durch empfindungsvollen Vortrag auszuprä gen, wobei ihm sein schöner Anschlag sehr zu satter kam. Seine nicht zahlreichen Tonwerke, darunter als die umfangreichsten sieben Konzerte, ein Quintett und drei Sonaten, zeichnen n weniger durch harmonische Tiefe als durch edeln Gesang aus. Durch seine sog. (18) Notturnos begründete er eine neue Gattung der Salontonstücke, die in den Liedern ohne Worter von Mendelssohn und in Chopins Notturnos Nachfolger und Seitenstücke erhalten Aaua⸗