Finstingen (frz. Fenétrange), Stadt und Kantonshauptort im Kreise Saarburg des elsaß⸗-lothring. Bezirks Lothringen, der Sanr, an de Zabern, liegt am linken Ufer der Saar, an der Eisenbahnlinie Saarburg-Saarunion-Saargemünd 15 km nördlich von Saarburg und zählt (1880 1241 zur Hälfte kath., zur Hälfte prot. E., welche Gerbereien, Bierbrauereien, Holzhandel und Ackerbau betreiben. F. ist Sitz eines Amtsgerichts und hat eine kath. Pfarrkirche, welche zu den got. Denkmälern gehört, sowie eine evang. Kirche. Entel Fischgattung, s. unter Alse. inte (vom lat. fingére, ital. finta, frz. feinte), ein beim Fechten gebräuchlicher technischer Ausdruck für einen Scheinhieb oder Scheinstoß, um dadurch den Gegner zu täuschen und ihm damit eine Blöße abzugewinnen, in welche alsdann der Fintenhieb oder Fintenstoß geschehen soll. Je nachdem ein, zwei oder mehrere Scheinhiebe oder ⸗Stöße gezeigt werden, spricht man von einfachen, doppelten und mehrfachen 15 Beschreibt hierbei die Klinge einen Kreis, so heißen sie Kreisfinten. Gerade F. heißen beim Hiebfechten solche, bei denen F. und Fintenhieb gerade gegenüber, also in einer Ebene liegen; F., bei denen dies nicht der Fall, heißen Winkelsinten. Wird beim Stoßfechten ein innerer oder ein äußerer, ein oberer oder ein unterer Stoß gezeigt, so unterscheidet man innere und äußere hohe und tiefe F. Bei der Schlagfinte, die auch Gesichtsfinte, Wurfstoßfinte und Hiebfinte heißt, beugt sich der Arm und der Stoßfechtel wird zurückgezogen, um alsdann plötzlich gegen das Gesicht des Gegners zu schnellen und um sodann, die herbeigeführte Verwirrung benutzend, einen regelrechten Stoß auszuführen. Im gewöhnlichen Sprachgebrauche ist F. soviel als leere, listige, lügnerische Ausflucht.