Fuge, kf., frz. joint, m., engl. joining, joint, bei an einander geleimten Bretern oder Pfosten, auch beim Zusammenstoßen der Werkstücke etc., die möglichst schmale, gewöhnlich durch Kalk, Leim, Kitt od. dgl. ausgefüllte Lücke zwischen den neben oder über einander gelegten Körpern. Da zwei möglichst geradlinige Körper auch stets eine dichte F. geben werden, so nennt man F. auch wohl gerade Kante, s. d. Art. fügen; ein Stück an ein anderes anfügen (s. d.) heißt daher, es dem andern in den Fin genau anpassen. Die Fin sind entweder stumpf und dabei rechtwinklig oder schief, oder sie sind gekröpft und heißen dann Falz, Spund, Nuth, Feder etc., s. d. betr. Art. Volle Fan, d. h. mit Mörtel bis zur Kante angefüllte Fin, geben natürlich sicherern Verband und sind bes. bei Rohbau, der nicht extra ausgefugt werden soll, anzustreben, während offene, d. h. blos theilweise angefüllte Fin bei abzuputzenden Gebäuden das Anhaften des Putzes erleichtern. Bei Werkstücken wendet man auch verdeckte oder hinterarbeitete, also vorn dicht schließende, dabei aber hinten Raum zur Mörtelaufnahme bietende Fen an, die dann, wenn sie wägrecht sind, mittels Ansetzen eines sogen. Schwalbennestes gefüllt werden; s. Abreuvoir, Auget und Schwalbennest.