Fitzpatrick (William John), irischer Schriftsteller, geb. als Sohn eines Grundbesitzers 31. Aug. 1830 in Dublin, studierte in dem röm.⸗kath. College in Conglowes Wood und an der Universität in Dublin und widmete sich dann mit Vorliebe histor. Studien, besonders über die neuere Geschichte Irlands und hervorragende irische Persönlichkeiten. Unter seinen besonders von seinen Landsleuten sehr geschätzten Arbeiten verdienen Erwähnung: The life, times and contemporaries of Lord Cloncurryy (1855), Lord Edward Fitzgerald and his betrayerso (1859), (Lady Morgan. Her career, literary and personalo (1860), The life, times and correspondence of Dr. Doyle, Bishoplof Kildaren (2 Bde., 1861), Memoirs of R. Whately, Archbishop 0t Dublino (2 Bde., 1864), The sham squire and the informers of 17989 (1866), Ireland hefore the unionv (1867), Irish wits and worthiesv (1873) und Life of Charles Levero (2 Bde., 1879). F. ist Friedensrichter in der Grafschaft Dublin, Mitglied der Königlich Irischen Akademie und der Königlichen Gesellschaft von Dublin und wurde 1876 an der Royal Hibernian Academy zum Professor der Geschichte gewählt. Fitz-Roy (Rob.), engl. Seemann, war von väterlicher Seite ein Enkel des als Premierminister Georgs III. bekannten Herzogs von Grafton, von mütterlicher ein Neffe Lord Castlereaghs. Am 5. Juli 1805 geboren, trat er schon 1819 in die Marine, diente auf der mittelländ. und der südamerik. Station und ward im Nov. 1828 als Kommandeur mit dem Kapitän King zur Aufnahme der Küsten von Patagonien und Chile ausgesandt. Er bewerkstelligte dies mit solchem Erfolg, daß er 1831 zum Chef einer neuen Expedition ernannt wurde, welche die hydrogr. Untersuchungen auf die Inseln des Stillen Meers ausdehnen und eine Reihe von Längenmessungen rings um die Erde anstellen sollte. Auf dieser Reise, von der F. erst 1836 zurückkehrte, begleitete ihn Charles Darwin (s. d.), durch den sie auch in naturwissenschaftlicher Hinsicht eine der ergebnisreichsten wurde, welche die Geschichte der Seereisen aufzuweisen hatte. Beide Fahrten wurden von F. in dem MNarrative of the surveying voyages of H. M. S. Adventure and Beaglen (2 Bde., Lond. 1839; 2. Aufl. 1848) beschrieben, dem sich die zahlreichen Arbeiten Darwins und anderer Gelehrten über das zusammengebrachte äußerst reichhaltige Material anschlossen. Unterdessen (3. Dez. 1834) zum Marinekapitän befördert, ließ sich F. 1841 im konservativen Interesse zum Parlamentsmitglied für Durham wählen, legte aber bereits 1843 sein Mandat nieder, um als Gouverneur nach Neuseeland zu gehen, welchen Posten er bis 1846 bekleidete. Eine Frucht seines dortigen Aufenthalts waren die Remarks on New-Zealando (Lond. 1846). Seitdem wandte er sich hauptsächlich dem Studium der Meteorologie zu, in der er bald einen bedeutenden Ruf erwarb. Zum Direktor des 1855 errichteten meteorolog. Departements im Handelsamt ernannt, ließ er von 1857 an alljährlich Meteorological Observationso erscheinen, in welchen er die von ihm selbst ermittelten und aus allen Weltteilen zugehenden Data über Witterungsverhältnisse sammelte. Auch veröffentlichte er das (Weatherbook, a manual of practical meteorologys (Lond. 1862). F. war der erste, der den Gedanken faßte, die Telegraphie zur Verkündigung bevorstehender atmosphärischer Veränderungen zu benutzen. Durch Anciennetät stieg er 1857 zum Kontreadmiral und 1863 zum Vizeadmiral in der brit. Marine auf. In einem Anfall von Schwermut entleibte er sich auf seinem Landsitze zu Norwood in Surrey 30. April 1865.