FeedFlammarion (Camille)
HimmelskundeBrockhaus 1882

Flammarion (Camille), namhafter franz. Astronom, geb. 25. Febr. 1842 zu Montigny-le-Roi, lag zuerst bis 1858 theol. Studien auf dem Seminar zu Langres und Paris ob, widmete sich aber später am Observatorium zu Paris der Astronomie und gehörte dann dem Bureau des Longitudeso als Hilfsarbeiter an. Nachdem er 1865 diese Stellung verlassen, trat er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in die Redaction des Cosmoso und dann in die des «Siècles ein. Eine Reihe von populären Vorträgen über astron. Themata machte bald seinen Namen in weitern Kreisen bekannt. Zum Präsidenten der wissenschaftlichen Sektion der maritimen Ausstellung in Havre ernannt, trug er viel zur Verbreitung des Interesses für astron. Studien bei. Von seinen wissenschaftlichen Werken sind zu erwähnen: La pluralité des mondes habitéso (Par. 1862; 20. Aufl. 1873), „Les mondes imaginaires et les mondes rêelso (Par. 1864; 15. Aufl. 1873), Les merveilles célesteso (Par. 1865), Dieu dans la naturer (Par. 1866; 12. Aufl. 1873; deutsch von Emma Prinzessin Schönaich-Carolath, Lpz. 1870), Contemplations scientifiqueso (Par. 1868), «Voyages aérienso (Par. 1868), Etudes et lectures Sur Pastronomie (5 Bde., Par. 1866 —74), „L'atmosphérer (Par. 1811), «Uistoire du cield (Par. 1872). Unbeschadet seiner wissenschaftlichen Verdienste zeigt F. eine gewisse Hinneigung zu mystischen und spiritistischen Vorstellungen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 871Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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