Babinet (ManeIl ausgezeichneter franz. Physiker, geb. 5. März 1794 zu Lusignan im Depart. Vienne, besuchte das Lycee Napoleon (Collége Henri IV.) und von 1811 ab die Polytechnische Schule, die er indes 1813 mit der Artillerieschule zu Metz vertauschte. Dann trat er als Offizier in die Artillerie, verließ aber 1814 für immer die militärische Laufbahn und wurde Professor der Mathematik in Fontenay-le-Comte, hierauf Professor der Physik zu Poitiers und endlich am Collége St.⸗Louis in Paris; 1840 nahm ihn die Akademie der Wissenschaften zu ihrem Mitgliede auf; auch war er Hilfsastronom am Längenbureau. B. starb zu Paris 21. Okt. 1872. Die mineralog. und meteorolog. Optik verdankt ihm viel; auch um die Astronomie, die Meteorologie, die Lehre vom Magnetismus und die Theorie der Wärme hat er sich Verdienste erworben. Die Ergebnisse seiner Untersuchungen und Beobachtungen finden sich in Sammelwerken und Zeitschriften zerstreut; das meiste ist jedoch in dem Compte-rendus der Akademie der Wissenschaften enthalten. Beiträge B.s zu der Revue des deux Mondeso und dem Journal des Débatsv erschienen gesammelt in den Etudes et lectures sur les sciences d'observationo (8S Bde., Par. 1855—68). Zu erwähnen ist auch sein Traité élémentaire de la géometrie descriptive (Par. 1851).