Flavigny-sur-Ozerain, Flecken im franz. Depart. Cöte-d'Or, Arrondissement Semur, 15 km im ONO. von Sémur, in 423 m Höhe auf einem nach drei Seiten sehr steil abfallenden Berge gelegen, welcher sich am Ozerain erhebt (der in die Brenne geht, einen Nebenfluß des zur Nonne fließenden Armangon, also zum Seinebecken gehörig). Der Ort, welcher 925 E. zählt, hat Ruinen einer gegen Ende des 6. Jahrh. gegründeten Abtei Flaviniacus, Reste alter Mauern mit zwei Thoren aus dem 16. Jahrh., eine in ihren ältesten Bestandteilen aus dem 13. Jahrh. stammende got. Kirche mit einem viereckigen Glockenturm aus dem 15. Jahrh., Wohnhäuser aus dem 13. bis 16. Jahrh., Liqueurfabriken und Marmorbrüche.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 880Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei