FeedFliegenschnäpper
TierreichBrockhaus 1882

Fliegenschnäpper (Muscicapa) heißen kleine, muntere, zänkische Singvögel mit lockerm, fast seidenartigem Gefieder, hakig übergebogenem, sonst geradem Schnabel, der hinter der Spitze eine Kerbe hat, abgerundeten Flügeln, deren dritte und vierte Schwinge die längsten sind, und einfachen Farben. Sie nähren sich meist von Insekten, die sie, von einem Aste auf sie losschießend, geschickt im Fluge haschen, fressen aber auch Würmer, Schnecken und Beeren im Notfalle. Die 280 Arten, die man kennt, bewohnen meist südl. Gegenden. Sie kommen nach Mitteleuropa im Frühjahr und ziehen im Herbst, gehen bis nach Schweden hinauf, bauen ein halbkugeliges Nest und lassen sich leicht in die Stube gewöhnen, die sie schnell von Fliegen reinigen. Unter den vier Arten, die nach Deutschland kommen, ist etwa von Sperlingsgröße, der bekannteste. Er ist oben mausgrau, unten schmutzigweiß, auf Scheitel und Bauch mit schwarzen und braunen Flecken. (Sierzu Abbildung auf Tafel: Singvögel I.) liegenschwamm, s. Fliegenpilz. liegenstein, gleichbedeutend mit gediegen Arsen. (S. Arsen) ö liegenvogel, s. unter Kolibri. liehkraft oder Centrifugalkraft, s. unter Centralbewegung.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 903Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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