FeedFlitter oder Flittern
Sitten & ModeBrockhaus 1882

Flitter oder Flittern (frz. paillons, paillettes; engl.spangles), zur Verzierung dienende glänzende Metallstückchen von verschiedener Form. Man unterscheidet Folierflittern und Drahtflittern. Die Folierflittern sind Plättchen von echter oder unechter Gold- und Silberfolie, sowie Zinnfolie, die mittels entsprechender Ausschlageeisen hergestellt werden, indem man auf einer bleiernen Unterlage Stückchen von runder, sternförmiger, rosenförmiger, blumenblattähnlicher und anderer Gestalt ausschlägt. Die Drahtflittern sind flachgeschlagene Drahtringelchen; sie bilden daher kreisrunde Scheibchen, die in der Mitte mit einem Loch versehen sind. Die am meisten gebräuchlichen Drahtflittern werden aus Ringelchen von echtem oder unechtem Gold- und Silberdraht gebildet, indem man dieselben auf einem fein polierten Amboß mit einem ebensolchen ** flach schlägt, wobei sie eine Offnung im Mittelpunkt behalten, die zum Aufnähen dient. Man läßt sie entweder glatt, oder schlägt sie —* auf einer Bleiunterlage mittels eines stählernen Stempels, durch welchen sie eine schalenartig vertiefte Gestalt (Hohlflittern) oder verzierende Linien, Striche, Punkte u. s. w. (Krausflittern) erhalten. (S. unter Leonische Waren.) Die F. werden im Handel nach ihrer Größe mit Nummern bezeichnet. Die größten, von 8—12 mm Durchmesser und mit sehr großem Loch, werden Ringel (Goldringel, Silberringel) genannt; von den kleinsten glatten Flittern gehen etwa 140, von den kleinsten Hohlflittern bis zu 400 auf das Gramm.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 907Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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