Filieren, vom frz. filer, in der Seidenfabrikation soviel wie Zwirnen. iliform (neulat.), fadenförmig. iligranarbeit (vom frz. filigrane, d. i. gekörnter Faden) nennt man die Kunstsachen und Zieraten aus feinen, verschiedentlich gebogenen und zusammengelöteten Gold-und Silberdrähten, welche Laubwerk, Arabesken u. s. w. darstellen. Der dazu angewendete Draht wird meist kordiert (d. h. mit feinen Schraubengewinden versehen), sodann zwischen Walzen geplättet, wonach er als ein dünnes und schmales Streifchen mit zart ausgezackten Rändern erscheint. Das Biegen geschieht mittels Zangen (wobei Geschmack rücksichtlich der darzustellenden Zeichnungen und Handgeschicklichkeit eine große Rolle spielen), das Löten mittels behutsam angebrachten Silberschlaglotes vor einer durch das Blasrohr angefachten Lampenflamme. Die Hauptschwierigkeit der Technik und die Hauptschönheit der Arbeit besteht aber in den hinzugefügten feinen Körnchen, welche auf den Faden (oder auch auf die Fläche des Goldschmucks) aufgesetzt werden und ihn in seiner Länge begleiten. Die ältesten F. sind auch die feinsten und schönsten, nämlich die von etrusk. und griech. Arbeit. Faden und Korn sind von erstaunlicher Feinheit und Accuratesse. Es ist niemals gelungen, sie in gleicher Vollkommenheit und Regelmäßigkeit wieder nachzubilden, selbst nicht von Castellani in Rom, der schon seit langen Jahren nach diesem Ziele strebt und gegenwärtig in dieser Arbeit weitaus das Vollkommenste und Schönste liefert (s. umstehende Fig. 2). Die F. sank mit dem Unterganged lebte aber im Mittelalter wieder 1 Goldschmiedekunst des roman. Sti Arabern. Die Anwendung war ab Der roman. Stil verwendete das zugsweise zu kirchlichen Gefäßen, abe Echn bandartigen Fäden, welche n Schneide in schönen gebogenen Ara Fläche aufgelötet und auf der oberr mit Körnern besetzt waren. Diese ähnlich in der Volksarbeit in Norw Sonst verschwand das Filigran zien der eigentlichen Goldschmiedekunst. naissance machte wenig Gebrauch blieb sie nur in der nationalen, voll beit; in dieser aber hat sie sich an seh erhalten zur Anwendung bei den Schmuck. Die bedeutendste Stätte i ganz besonders Genua, wo die Arbe der fabrikmäßig betrieben wird. A nationaler Filigranschmuck, wie erw wegen geschaffen, wo man ebenfall-Kristiania) versucht hat, ihn fabrikmä nen Gebrauch zu verwerten (s. Fig. 3 den dän. und fries. Inseln, in Hollar Spanien (s. Fig. 1), in den schwei Alpen, ganz besonders auch in Un untern Donauländern. Ungarn ma 17. Jahrh. zu seinem reichen Kostü zum Schmuck seiner Waffen vom Fil bindung mit Email eine höchst eigen wendung. Vieles davon ist noch der alten Kunst‚[ Außerdem hat sich der Orient fast allerorten die x sowohl in der F. bewahrt, nicht bloß in verschiedenen Gegenden ls wie bei dender Türkei, in Agypten Untersätze von Kaffeeher eine andere. schalen, Tazzen, Schmuck u. s. w.), in Sudan, im