Flitterwochen, die erste Zeit im Chestande; nach einigen abzuleiten von der hochzeitlichen Flinder- oder Flitterhaube (s. d.), welche ehemals die jungen Frauen in den ersten Wochen nach der Hochzeit truen, nach andern aber von flittern im Sinne von achen, heiter sein. Form des Deliriums (s. d.), die namentlich beim Lyphus sowie beim Säuferwahnsinn vorkommt, wobei der Kranke unausgesetzt auf der Bettdecke herumtastet und etwas wegzuzupfen oder wegzufangen scheint. ö Giockseide (frz. frisons, engl. flock-silk), das grobe, lockere Gewebe, welches beim Einsammeln der Cocons an den zum Einspinnen aufgestellten Vorrichtungen hängen bleibt und, später abgenommen, mit andern Abfällen zu Florettseide versponnen wird.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 907Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei