FeedFlöße
VerkehrBrockhaus 1882

Flöße, flache Fahrzeuge, welche aus Baumstämmen, Laden, Pfosten u. s. w., die zugleich das thalwärts zu transportierende Frachtgut bilden, zusammengekoppelt sind. Die größten Fahrzeuge solcher Art sind die Holländerflöße auf dem Rhein, so genannt von ihrem Bestimmungsorte, die aus den vom obern Rhein, dem Neckar, dem Main und der Mosel kommenden kleinern F. zusammengesetzt werden, ferner die aus Pruth und Dnijepr in das Schwarze Meer gelangenden Russinenflöße mit dem Stapelplatz Odessa, endlich die mächtigen Weichselflöße, welche in Danzig Lager finden. Auf der Donau geht der Hauptfloßverkehr von dem Inn bis zu den Städten Wien und Pest, die untere Donau hat nur schwache Flößerei. Auch auf der Elbe mit der Moldau wird das Flößergeschäft immer noch schwunghaft betrieben. Dasselbe bildet ein eigenes Gewerbe, ist aber bedeutend zurückgedrängt durch die Dampfschlepperei, die großen Sägemühlen, die Verwendung des Eisens statt des Holzes (3. B. zu Schiffsmasten), endlich auch durch die Besandsabnahwe der Wälder. Im obern Teile der Flüsse werden die F. nicht selten mittels künstlich erzeugter Wasseransammlungen (in Klausen), die bei stattfindender Zum entleert werden, (Schwellungen), befördert. um Passieren der Wehre in bdurch sind diese in der Regel mit eigenen Floßdurchlässen versehen, deren bewegliche Verschlußvorrichtungen F. emtzern Balken, Nadeln) vor der Ankunft der „entfernt werden. Die pfeilschnelle Fahrt durch diese Durchlässe verlangt * Geschicklichkeit der

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 920Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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