FeedFlügel (in der Baukunst)
BaukunstBrockhaus 1882

Flügel (in der Baukunst), die mit einem Hauptkörper unmittelbar verbundenen Teile eines Gebäudes, mögen sie einseitig oder symmetrisch anstoßen, von gleicher oder geringerer Höhe wie das Hauptgebäude sein, unter rechtem oder spitzem Winkel sich ansetzen. Auch braucht man den Ausdruck bei sehr langen Gebäuden für die beiden Enden der Hauptfronte. In dem antiken röm. Wohnhause sind die F. (alae) die hintern Erweiterungen des Atriums, welche vermutlich zu Privatbesprechungen des Patrons mit einzelnen Clienten, oder zu Aufstellung von Hausaltären u. s. w. dienten und von denen einzelne Archäologen den Ursprung der Querschiffe der altchristl. Basiliken ableiten wollen. — In der Wasserbaukunst versteht man unter F. oder Flügelmauern Bollwerke oder Mauern, welche zum Schutze einer Wand, 3. B. einer Schleusenwand, eines Brückenpfeilers, Fiue den Seitendruck des Wassers errichtet werden. Flügelgräben nennt man die seitwärts der Hauptkanäle eines Bewässerungssystems abgehenden Gräben, welche den Hauptkanälen das Wasser

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 927Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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