FeedFogelberg (Bengt Erland)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Fogelberg (Bengt Erland), schwed. Bildhauer, geb. 8. Aug. 1786 in Gothenburg als Sohn eines Dopniendie kam zuerst zu einem solchen in Stockholm in die Lehre, besuchte dann die Akademie und schloß sich besonders an Sergel an. 01 seinen Stoffen wandte er sich zunächst der nordischen Mythologie zu und lieferte bewerkenswerte Skizzen von Odin, Thor und Freyr. Erst mit 34 Jahren ging er, nach einem kurzen Aufenthalte in Paris bei Bosio, nach Rom, um mit kurzen Unterbrechungen dort zu bleiben. Von hier kamen von ihm in das Museum von Stockholm ein siegender Amor, eine Venus mit dem Apfel, ein Apoll als Citharöde, von seinem Beschützer, dem Könige Karl XIV. Johann, angekauft. Ein Paris, der den Apfel gibt, eine Venus, die ihn empfängt, ein Merkur als Argustöter gelangten in den Besitz schwed. Großen. Alle diese Arbeiten zeigen ihn als tüchtigen und würdigen Nachfolger auf der von Sergel und Thorwaldsen eingeleiteten Bahn. Das schönste aber war sein letztes Werk, eine Gruppe, Amor und Psyche bei der Wiedervereinigung. Ebenfalls auf Betrieb des Königs wurden die Göttergestalten Odin, Thor und Balder (jetzt im Museum zu Stockolm) in Marmor ausgeführt, Gestalten, fur welche F. charakteristische Typen erfand. Von öffentlichen enkmälern in Bronze erhielt der Marktplatz in Gothenburg von seiner Hand ein Standbild Gustav Adolfs, Stockholm die Reiterstatue von Karl XIV. Johann, sowie die Statue von Birger Jarl, dem Gründer der Hauptstadt. Schlichte Wahrheit zeichnet diese im Kostüm ihrer Zeit dargestellten Figuren aus. Büsten hat F. wenige, Reliefs gar nicht geliefert. Nach einem Besuche in der Heimat starb F. 22. Dez. 1854 zu Triest. Leconte gab ein Prachtwerk «L'œuvre de F.o heraus (Par. 1856).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 937Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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