FeedFabre (Faber) du Faur (Otto)
GeschichteBrockhaus 1882

Fabre (Faber) du Faur (Otto), Schlachtenmaler, geb. zu Ludwigsburg 3. Juni 1828 als Sohn des Schlachtenmalers hristian F., begann seine Studien 1851 in München und setzte sie in Paris fort. Den Feldzug 1866 machte er als Kavallerieoffizier mit, widmete sich dann aber aufs neue der Kunst, zu deren vollkommenerer Übung er in Pilotys Schule eintrat. Seither lieferte er eine Anzahl Gemälde, deren Stoffe er dem deutschfranz. Feldzuge, aber auch der Geschichte der Befreiungskriege entnahm. So entstanden die Rücktehr Napoleons aus Rußland, die Lützowschen Jäer, der Angriff der Afrikajäger bei Floing, die chlacht von Sedan. Der ältern Zeit entnahm er den Gegenstand des 1874 vollendeten Bildes: die Flucht des Winterkönigs nach der Schlacht am Weißen Berge. F.s Werke zeichnen sich durch unesuchte Charakteristik, lebendigen Vortrag und gute Farbenstimmung aus. forscher, geb. 1618 zu Urbino im ehemaligen Kirchenstaate, wurde in Rom frühzeitig durch die klassischen Werke des Altertums dem Studium der Kunst zugeführt. Nach Ausführung einer polit. Mission nach Spanien, ward er vom Papst Alexander VII. zum Schatzmeister, bald darauf zum Rechtsanwalt der päpstl. Gesandtschaft am madrider Hofe ernannt. Nach Rom zurückgekehrt, sand er an dem Kardinal Gasparo Carpegna und nachmals an Alexander VIII. mächtige Beschützer. Innocenz XII. ernannte ihn zum Oberaufseher des Archivs in der Engelsburg. Er schrieb die Abhande lungen De aquaeductibus veteéris Romaen (Rom n 1680; 2. Aufl. 1688) und Pe columna Trajanio 2 (Roni 1683; 2. Aufl. 1690), Mit großer Gelehrr samkeit untersuchte er die als Ilische Tafel (s. d.) bekannten Reliefs, sowie die vom Kaiser Claudius angelegten unterirdischen Kanäle. Die Schätze, welche er aus den Katakomben Roms zu Tage förderte, beleuchtete er in der «Inscriptionum antiquarum, quae in aedibus paternis asservantur, descriptioo (Rom 1699; 2. Aufl. 1702). F. starb 7. Jan. 1700. Seine reiche Sammlung an Inschriften und Monumenten befindet sich im ehemaligen herzogl. Palaste zu Urbino.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 6, S. 505Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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