Howaldt (Georg), Erzgießer, geb. 8. April 1802 in Braunschweig als Sohn eines Goldschmieds, in dessen Gewerbe er seit dem 14. Jahre thätig war. Unter dem Einflusse Burgschmiets in Nürnberg ging er dann allmählich zur Bildhauerei und Bildgießerei über. Im J. 1829 verwendete ihn Heideloff für den Bau des Schlosses Reinhardsbrunn bei Gotha behufs Ausführung von Bildhauerarbeiten. Im J. 1835 wurde er Lehrer am Polytechnikum in Nürnberg, 1836 Professor am Carolinum in Braunschweig. Seine hervorragendsten Leistungen waren: im J. 1848 eine in Bronze gegossene Statue Lessings nach dem Modell von Rietschel, der Bürgermeister Franke für Magdeburg nach Bläsers Entwurf, die in Kupfer getriebene Quadriga für das Residenzschloß seiner Vaterstadt (nach Rietschels Modell 1863 vollendet, 1865 aber bei dem Brand des Schlosses zerstört, jedoch 1868 mit Verbesserungen neu angebracht). Bis 1865 fertigte H. auch noch die Statuen des Nationalökonomen Friedr. List für Reutlingen und Arndts nach B. Afingers Modell für Bonn 1864; 1869 entstanden die Reiterfiguren der Herzöge Karl Wilhelm Ferdinand und Friedrich Wilhelm, nach den Entwürfen Pönningers in Wien und Hähnels in Dresden; sie wurden doppeltlebensgroß in Kupfer getrieben und 1875 errichtet. Ferner lieferte er ein Denkmal Heinrichs des Löwen, als Brunnenmonument gedacht, in Bronzeguß ausgeführt, ein Kriegerdenkmal für Weimar nach Härtels Modell, ein Standbild des jugendlichen Friedrich II. (nach Sußmann-Hellborn in Berlin), einen Erzengel Michael als Kuppelaufsatz nach Engelhard in Hannover für die Kadettenanstalt Lichterfelde. H. starb 26. Jan. 1883 in Braunschweig.