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PflanzenreichBau-Lexikon 1881

Aha, n., frz. haha, m. (Gartenb.), künstlich nachgeahmte Schlucht, vergl. d. Art. Aa; will man durch die Umfassungsmauer des Gartens nicht im Genuß der Aussicht gestört sein oder an gewissen Stellen einen Einblick in den Garten gestatten, so unterbricht man sie an der betreffenden Stelle und ersetzt sie durch eine Grube von genügender Breite, meist an allen Seiten mit Mauern eingefaßt, und mit niedrigen Brüstunigen versehen. Von weitem scheint es, als ob hier ein Eingang in den Garten wäre; die Fremden nähern sich u. finden sich getäuscht; von dem dabei wohl natürlichen Ausruf „Aha!“, den zuerst Ludwig XIV. in Meudon ausgestoßen haben soll, rührt der Name her. Ahle, f., 1. (Bot.), frz. putiet m., Iorier-putiet, mérisier à grappes, engl. bird-cherry, grape-cherry, Ahlkirsche, Vogelpflaume, Traubenkirsche, Hohlkirsche, Heckenkirsche, Prunus padus, cerasus padus od. Padus vulgaris, Fam. Rosenblümler. Das Holz dieses Baumes hat weißlichen Splint, wird im Alter bräunlich, ins Schwefelgelbe spielend, seidenartig, ist ziemlich dicht, feingeadert, lang feinfaserig, hart, fest, zähe, aber nicht sehr dauerhaft. In Frankreich wird es als faux bois de Ste. Lucie vielfach verarbeitet. Es nimmt schöne Politur, Farbe und jeden Lack an und sieht zu Möbeln besser aus als Schwarzkirschen- und Weichselkirschenholz, indem ihm die feinen Poren ein fremdartiges Ansehen geben. Die Früchte dienen zum Rothfärben. /. — 2. Ahle oder Pfrieme, frz. alene, f., engl. awl, hier u. da gebräuchl. Benennung für den Spitzbohrer. Es giebt runde, viereckige u. flache Ahlen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 62Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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