Chymol, s. altengl., Hakenband, Kegelband, s. Band. Artophorium etc. genannt. Speisegefüß, Hostienkapsel, s. in M. M. a. W. — 2. Altarciborium, Altarüberbau, auch ares altaris genannt; s. d. Art. Altar Bd. I, S. 80 links unten, sowie Fig. 139. Deshalb eiborium oder Peristérion genannt, weil das eigentliche eiborium od. Artophorium (oft in Gestalt einer Taube, eororee) darin aufgehängt war. Diese Altarciborien erhielten sich durch die ganze Periode des romanischen Stils, kamen auch während der Herrschaft des goth. Stils noch oft vor und wurden in dem 2. und 3. Viertel unsers Jahrhunderts in Preußen hier und da wieder angewendet. Mehr s. in M. M. a. W. Falsch ist es, diese in Stein oder Metall ausgeführten Altarüberbauten Baldachin zu nennen; selbst der Name Tabernakel ist nicht genau treffend, obgleich in späterer Zeit diese Namen häufig verwechselt werden, wie denn auch das eigentliche Tabernakel oft C. genannt ward. Vergl. d. betr. Art. — 3. Die Bedeutung 2. gab Anlaß, auch Bilderblenden und Heiligenhäuschen C. zu nennen, ja selbst der Betraum, mit dem häufig das C. des Laienaltars verbunden war. — 4. Auch für Gewölbe, Gewölbkappe, wird das Wort hier und da gebraucht.