FeedAnschüttung
VerkehrBau-Lexikon 1881

Anschüttung, f., frz. remblai, m., engl. filling up, Erhöhung oder sonstige Vergrößerung, vor allem aber Verbreiterung oder Verlängerung eines Erdkörpers, z. B. eines Eisenbahndammes. Als Haupterfordernis ist hervorzuheben, daß das Anschütten nur in dünnen, höchstens 0, m. dicken horizontalen Erdschichten, welche gut zu rammen sind, erfolgen darf. Die ursprüngliche Dammböschung kann nicht als Anschlußstelle beibehalten werden, da sie bei eintretendem Regen als Rutschfläche dienen und die Ablösung der angeschütteten Masse befördern würde, sondern sie muß durch horizontale Anschnitte in höchstens 0,¾ m. Höhe über einander Banketts erhalten, welche ihr ein treppenartiges Ansehen geben und im voraus die Höhe der einzelnen Anschüttschichten feststellen. E.) unschützen, 1. (Wasserb.) ein Wehr a., frz. mettre A étanche, engl. to dam up, s. d. Art. Wehr. — 2. eine Mühle, frz. dévantiller, lever les vannes, engl. to open the flood-gates, die Schützen ziehen, das Wasser anlassen, die Räder speisen, das Wasser auf die Räder lassen.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 120Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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