FeedAusgang
VerkehrBau-Lexikon 1881

Ausgang, m., 1. (Hochb.) s. Art. Abtritt 5. — 2.(Wasserb.) Ausgang, Einmündung, f., eines Kanals, franz. embouchure, f., engl. mouth, ist der Punkt, an welchem er in einen Fluß mündet. Meist ist im Hauptstrom eine Sand- oder Kiesbank da, wo ein Nebenfluß mündet. Folgt ein Kanal einem solchen Nebenfluß, so muß er unterhalb der Kiesbank in den Hauptfluß münden, um die Schiffahrt frei zu halten. Es wird meist ein größeres Bassin am A. angelegt u. nach dem Fluß zu eine Schleuse mit doppelten Thoren, zum Heraus-u. Hineinfahren eingerichtet. Das Unterhaupt dieser Schleuse muß stromabwärts gehen. 3. In der Kriegsb. nennt man A. einen Durchstich durch das Glacis zum Herausführen d. Straßen aus der Festung das offene Terrain. Vgl. Art. Ausfall 3. Ausgebäude, n., s. v. w. Erker. Ausgeben, n., des Kalks, s. Art. Kalk, Anschwellung 3 und Aufgehen. nusgebogen, ansgeschuppt, adj., frz. engrelé, engl. ingrailed, das Gegentheil von ausgebogt; bei letzterem nämlich sind die Zäckchen zwischen den Bogen, bei ersterem die Bogen nach außen gekehrt. channeled, auch ausgeflutet, eingeschuppt gen., d. h. mit bogenförmigen Einkerbungen versehen. Bei Bretverzierungen an Schweizerhäusern etc. gebraucht.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 197Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Verkehr 6