Feedantike schwarze Farbe gar nicht auf
AllerleiBau-Lexikon 1881

antike schwarze Farbe gar nicht auf, die neuere bildet eine allerdings manchmal ganz unbedeutende Erhöhung; die eingeritzten Kontouren sind auf alten Gefäßen meist erst Rnach Einbrennen der schwarzen Farbe gemacht und, wie scheint, mit einem vorn rundlichen Instrument. Bei nachgeahmten haben wir oft gefunden, daß ein spitzes Instrument dazu benutzt, auch hier und da unsicher geführt worden war; manchmal war auch das ganze Gefäß durch direktes Abformen eines antiken erhalten und der vertiefte Kontour also schon vor dem Brennen vorhanden gewesen, so daß die schwarze Farbe sich hier u. da hineingezogen hatte. Ein Tröpfchen Gummiarabicum-Auflösung, auf ein neues Gefäß gebracht und schnell getrocknet, bringt die Abblätterung eines feinen Thonhäutchens hervor, bei alten nicht. Die hellen Terracotten betr., sind die alten in der Regel dichter und feinkörniger als neue. Die Stukkogegenstände der Alten sind etwas grauer und grobkörniger als die neueren; sie scheinen den Gips mit Fluß⸗ oder Meersand vermischt zu haben. Die Bronzen sind leicht durch den Grad ihrer Oxydation zu erkennen; eine langsam, durch Zeit und Wasser oxydirte Bronze sieht ganz anders aus als eine durch Säure schnell und gewaltsam oxydirte; s. übr. d. Art. Bronze und Patina. MS.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 132Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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