Zange, f., 1. frz. Clef, moise, amoise, f., engl. bindingpiece, straining-piece(Zimm.), jedes Verbandstück, welches ein anderes Holz zu dem Behuf übergreift, damit das letztere in seiner Lage bleibe. Man überkämmt z. B. die Langschwellen der Pfahlroste alle 1½.—¼ m. mit Z.n, franz. traversine, engl. oross-piéece, bridgingpiece; Spundwände rammt man zwischen Z.n, frz. Ionguerine, lierne, engl. stringer, ein, d. h.zwischen parallel laufende Schwellen, die auf eingerammte Pfähle gekümmt u. in deren Zwischenraum die Spundpfähle gestellt werden. Von der Stempelwand eines versenkten Gebälks nach der betreffenden Stuhlsäule greifen Zen herüber, jene durch Einblattung und Bolzen fassend, wie g in Fig. 1197 und 1198, sowie in Fig. 1199, wo auch die Kehlbalken b als Zun behandelt sind, Fig. 1202 (b ist die 3, Fig. 1207 u. 1212, 1 in Fig. 1222, e in Fig. 1223 etc. Wie man aus diesen Figuren sieht, dienen die Z. moft zugleich als Binderstichbalken, als Kehlbalken, werden auch wohl, wie in Fig. 121²2, schräg gestellt; meist nimmt 7 man 0 den Zn Holz von etwas minderer Breite als zu den Sparren, z. B. 10—13 em. breit, legt sie aber doppelt zu beiden Seiten an die Sparren, um sie nicht bündig einzublatten, sondern blos anzublatten, wodurch Sparren und Zen weniger geschwächt werden. Oder man nimmt Z. und Strebe einfach und überschneidet sie durch ein doppeltes Schwert mit versatztem Blatt, wie in Fig. 3553, wo das Schwert bei a an dem Stempel ansitzt, bei be die Z., bei d die Strebe faßt. d in Fig. 3554 ist eine doppelte 3. — 2. (Kriegsb.) frz. tenaille, engl. tenail, einfache Verschanzung, welche aus zwei geradlinigen Brustwehren besteht, die nach der feindlichen Seite zu einen eingehenden spitzen Winkel bilden; s. d. Art. Einspringend, Festungsbau und Befestigungsmanier. — 3. frz. cheville, tenaille, pince, engl. plyer, tongs, pincers, pl., aus zwei zweiarmigen Hebeln mit gemeinschaftlichem Dre hpunkt bestehendes Werkzeug, um etwas mit vermehrter Kraft packen zu können. Dahin gehören die der semulch od. Beißzange, Denzere Feuerzange, ferner sämtliche Schmiedezangen, z. B.die gekröpfte Z., Bandzange, der Schiebekloben dc. — 4. Auslösungsschere der Kunstramme. — 5. s. v. w. Steinzange, Adlerzange. — 6. Die zum Ausbaggern dienende Modderzange. — 7. Als Mäß: so viel Bleche, als man zugleich unter den Breithammer bringt. — 8. Bei dem Haspel s. v. w. Zapfenlager.