Aufszug, m. I. 1. frz. élévateur, m., monte-charge, m., engl. hoist, hoister, likb, Vorrichtung zum Emporheben von Lasten; nach der Verwendung unterscheidet man Bau⸗, Wären⸗ und Güteraufzüge, Getreide⸗, Kohlen- und Erz- oder sogenannte Gichtaufzüge (letztere bei Hohöfen). Man kann die älteren Aufzugsvor richtungen in solche mit Ketten ohne Ende und in solche mit Seil oder Kette mit Ende eintheilen. Neuerdings verwendet man auch pneumatische u. 2. (Hüttenw.) Zum Aufbringen der Beschickung für Hohöfen benutzt man außer den schiefen Ebenen, frz. escarpements, auch die Wassertonnenaufzüge. Sie bestehen aus zwei neben einander liegenden gemauerten Schächten, in denen sich Leitungen für zwei abwechselnd auf-u. niedergehende Fördergestelle befinden, die mittels eines Drahtseiles oder einer Kette, welche über eine Seilscheibe geht, mit einander in Verbindung stehen. Die am Fördergestell angebrachten Wasserkästen müssen groß genug sein, um, mit Wasser gefüllt, das mit der Beschickung versehene Fördergefäß mit dem untenstehenden Fördergestell emporziehen zu können. Die Maschinerie eines solchen A. ist mit einer Bremsvorrichtung versehen, um das plötzliche Niedergehen der Fördergestelle (z. B. infolge von Seilrissen) zu verhindern; bes. da anzuwenden, wo das nöthige Wasser aus umliegenden B Bergen leicht zu beschaffen ist. 82.) 3. (Kriegsb.) Offnung in den Kasemattendecken, um Geschütze und Geschosse mittels Flaschenzugs, resp. in Außzugskästen, in die oberen Etagen, resp. auf die Plattform aufziehen zu können. — Für gewöhnlich sind sie mit Fallthüren verschlossen. Ete. II. 1. Auch Auszug, mu., frz. Epure, engl. design in full size, Musterriß, bei Steinmetzen s. v. w. Aufriß in großem Mäßstab. 2. (Kriegsb.) Unter A. eines X Befestigungst werkes versteht man dessen Erhebung über das Terrain. Pte. III. Aufzug, m., franz. séeconde couche f. d'enduit, Putzschicht beim dreischichtigen Putz (s. d.), die aufgezogene Putzschicht; s.