FeedPansterwerk
TechnikBau-Lexikon 1881

Pansterwerk, auch Hanster, m., oder Ziehzeug, frz. appsreil des roues, engl. lift, wodurch das Rad meist 4050 em. gegen den Normalstand gehoben u. gesenkt werden kann, daß die ganze Höhe des Hubes etwa 90 em. beträgt. Gewöhnlich sind die Pansterräder doppelt so breit wie die Staberräder u. treiben zwei Mühlgänge; s. übr. d. Art. Mühle. Die Wellenzapfen liegen auf dem Pausterstoch, frz. soupente, engl. supporter, oder auf dem unteren Riegel bvon zwei hölzernen Rahmen (Ziehgattern), deren jedes sich Falzen zwischen zwei Säulen, den Panstersäulen, Gatter scheiden, engl. likt-posts, bewegt, indem sie an starken Pansterketten, engl. Ukt-chains, hängen, welche sich um eine darüber befindliche Welle, Hansterwelle, engl. likt-beam, herumwinden; ein an dieser Welle befindliches Stirnrad greift in den Kumpf der darunter befindlichen Kumpfwelle. dieser ist das Haspelrad, die Ziehscheibe, im Innern des Mühlengebäudes angebracht, wodurch das Heben u. dazu kommen zu können, ist ein Gerüst, der Pansterztehboden, angebracht. Bei Stockpanstern muß das Rad mittels Hebeln gehoben werden, worauf das Zapfenlager durch eingesteckte Bolzen in der Säule befestigt wird. Es erfordert ein Pansterrad bei der gewöhnlichen Größe etwas über 2gm. Querschnitt Aufschlagwasser; sobald es 75em. Wasserstand auf dem Fachbaum und 25 em. Gefälle hat, beträgt demnach die Breite des Panstergerinnes und Rades knapp 3 m. Pantano, m., ital. u. span. (Wasserb.), Sumpf, Weiher. So heißen bei den arabischen Bewässerungen in Spanien die großen, hohen Wehrbauten, welche ein Felsenthal schließen, dadurch das Wasser zu oft großen Seen (p.s im engern Sinn) aufstauen und für den Sommer reserviren. Sie sind in der Regel stromaufwärts konvex, stromabwärts konkav, also gewissermaßen als liegender Bogen zwischen die Felsenwände eingespannt; sie kommen bis zu 27 m. Höhe bei 6 m. Stãärke vor u. haben am Fuß einen Durchlaß mit Schraubenhahn (tornillo); s. d. Art. Bewässerung.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 3, S. 496Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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