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NaturlehreBau-Lexikon 1881

Aventurin, m., Avanturin, mu., franz. aventurine, f., quartz m. aventuriné, engl. aventurin Miner.), braune oder rothe Varietät des Quarzes mit gelbschimmernden Sprüngen u beigemengten Glimmerschüppchen; er findet sich in größeren Massen im Uralgebirge, auch in Deutschland bei Aschaffenburg und bei Mariazell in Steiermark als Gemengtheil eines Gneises. Der A. ist einer guten Politur fähig und wird zu Vasen, Tischplatten, auch zu kleinerenSchmucksachen verarbeitet; er wurde früher häufig in Glasschmelz durch Einstreuen von Kupferblättchen nachgeahmt; dieses Kunsterzeugnis, weniger hart als der natürliche, übertrifft letzteren aber meist an Schönheit. Auch durch braune Fayence, beim Glaciren mit Goldglimmer überstreut, sowie durch braunen Lack, mit Goldbronze überpudert, hat man ihn nachgeahmt. MF.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 206Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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