Baststan, Besistan, m., türkischer Bazar (s. d.). Basket, s.,engl., der Korb; 1. b. ofsapper, der Schanzkorb.—2. P. of capital, die Glocke, der Kelch, Krater eines Kapitäls. Basket-anchor, s., engl. (Brückenb.), Ankerkorb. Basket-handle-arch, s., engl., der Korbhenkelbogen, Rathebogen, Bogen nach gesuchtem Zirkel. Basket-handle-vault, s. engl., das Gewölbe nach der Korblinie, nach gesuchtem Zirkel. Basket-work, wicker-work, s., engl. (Kriegsb.), das Flechtwerk, Geflecht, Hürdenwerk. Bas-mat, m., frz. (Schiffsb.), der Untermast, untere Theil des Mastes; s. d. Art. Mast. Basque, lanusure, f., Gratblei, Bleikappe auf dem Grat od. Gratanfall, auf der Helmspitze etc. eines Daches. BVasgquill, n., franz. crémonne, f., engl. basquill, nach Einigen aus dem franz. Wort bascule (s. d.), n. A. aus passe-quille entstanden, Schwengelverschluß, Zugstange, Ziehstange, Riegel mit dem Zug (Schloss.) ein jetzt häu⸗(k fig angewendeter Fensterverschluß, welcher besser als jeder andere die Flügelrahmen vor dem Werfen schützt. In der l Hauptsache ist der Basquill-Verschluß, frz. serrureé f. bascule, engl. basquill-lock, ein Riegelverschluß, bei(e welchem beide Riegel, der obere und untere, gleichzeitig mittels eines Hebels geschoben werden. Man hat zwei Hauptarten: J. Basquill mit zwei getrennten Riegeln, welche durch die Hebelvorrichtung in entgegengesetzter Richtung so bewegt werden, daß, wenn z. B. geöffnet werden soll, der untere l Riegel hinauf-, der obere herabgezogen wird. Die Konstruktion selbst kann verschieden sein. I. Basquill mit Schwanenhälsen ist in Fig. 449 bis 451 in ½ der natürlichen Größe gegeben, u. zwarzeigt Fig. 450 eine Vorderansicht und 451 eine Seitenansicht des Verschlusses in geöffnetem Zustand. In Fig. 449 sind die Stellungen der beiden Riegelenden (Schwanenhälse), bei Ain geöffnetem Zustand, bei Bein geschlossenem Zustand dargestellt. Die ganze Vorrichtung wird auf die Mitte des vorderen Höhestabs des zuerst aufgehenden Fensterflügels Ogesetzt; der Schenkel Ddes zweiten Flügels!! Fig. 449. Fig. 450. Fig. 451. Fig. ist mit einem Schließhaken versehen, in welchen das Ruder q als hebende Falle sich einlegt, wenn das Fenster verschlossen wird. Das Ruder sitzt auf einer Scheibe A, welche sich um einen in die Befestigungsplatte e genieteten Stift drehen läßt, u. wird durch die davor geschraubte Mutter gehalten Da, wo das Ruder & über den Stift gesteckt wird, ist derselbe viereckig gefeilt, so daß durch die Drehung des Ruders zugleich die Scheibe vLgedreht wird. Diese Scheibe enthält zwei Stifte (s. Fig. 449) zunächst ihrer Peripherie, in welche die Enden 7½ derBasquillriegel du.“ eingehängt sind. Wenn das Ruder aufwärts steht, wie in Fig. 450 u. 451, dann legen sich die Riegelenden (Schwanenhälse) so zusammen, wie dies Fig. 449 4 zeigt. Wird nun das Ruder um einen rechten Winkel herabgedrückt und in den Schließhaken 3eingelegt, so schiebt es durch die gleichzeitig bewegte Stiftscheibe Abeide Basquillriegel abwärts u. Haufwärts. Die Riegel erhalten dann die Stellung wie in B Fig. 449, wobei die Riegelköpfe in zwei am oberen und unteren Ende der Fensterflügel, an den Futterrahmen oder das Losholz befestigte Schließhaken treten, so daß die Flügel an drei Punkten, oben, unten u. in der Mitte (durch d. Ruder),gehalten werden. In der Regel werden die Riegelköpfe stärker gemacht als d. Riegelschäfte ustarkabgeschrägt, so daß sie, wenn sich auch die Holzflügel etwas verzogen haben sollten, doch in die Schließhaken eingreifen u. die Flügel in die Falze des Futterrahmens eindrücken. Es ist einleuchtend, daß bei den hier den Riegeln gegebenen Bewegungen die Enden derselben am Drehpunkt nicht nur eine auf⸗ und abgehende, sondern auch eine theilweis kreisförmige Bewegung beschreiben; es müssen deshalb die Führungshülsen 7 seitlich so viel Spielraum lassen, daß die Riegel dieser Bewegung folgen können. Dabei wird aber der Anstrich der Schlagleiste leiden, auch die Führung unsicher sein, u. es ist daher besser, die Löcher der Schwanenhälse, in welche die Stifte der drehbaren Scheibe eingreifen, etwas länglich zu machen, zu welchem Behuf allerdings die Schwanenhälse selbst etwas breiter sein müssen. 2. Basquillverschluß mit Zahnstange, Fig. 452 — 456. Fig. 452 zeigt eine Vorder⸗„Fig. 454 eine Seitenansicht des mittleren Beschlagtheils, welcher auf der Schlagleiste 4 des einen Fensterflügels B befestigt ist; Qist die Ansicht des Mittelrahmholzes oder Vorderhöhstabes vom linken Fensterflügel. Fig. 453 stellt den mittleren Beschlagtheil dar, wenn die Deckplatte des Gehäuses weggenommen ist. Fig. 455 u. 456 sind Seitenansichten der oberen und unteren Beschlagtheile. Die beiden Riegel⸗ . 452. Fig. 458. Fig. 454. Fig. 456. schäfte, Fig. 453 4 u. h, sind an ihren Enden winkelförmig gebogen (gekröpft) u. gezahnt; ein Triebrad o, mittels des Handgriffs & drehbar, schiebt die Riegel auf und ab. Die ganze Vorrichtung ist in einem Kästchen? eingeschlossen, welches auf der Schlagleiste, also sichtbar, aufgeschraubt wird. Oeffnungen im Umschweif dieses Kästchens geben den Riegeln zugleich die nöthige Führung. Um auch in der Mitte der Rahmen einen Verschluß zu bewirken, ist der eine Riegel d mit einem Ansatz e versehen, welcher aus dem Basquillgehäuse seitwärts durch einen entspr. Schlitz austritt und sich hinter den am zweiten Fensterrahmen befestigten Schließhakem 7 anlegt. In unseren Figuren ist der Beschlag in verschlossenem Zustand gezeichnet. Soll geöffnet werden, so dreht man den Handgriff 4 von der Linken zur Rechten um, wodurch die obere Riegelstange a herab⸗ und die untere Stange b hinaufgezogen wird. Die Köpfe der Riegel, Fig. 455 und 456, treten dann aus den Schließbügeln 9 und —, indem zugleich, da sich der untere Riegel 5 aufwärts bewegt, die Nase e aus dem Schließkolben 7 heraussteigt, und so der mittlere Verschluß gelöst wird. Anstatt des Griffs d hat man auch Hängegriffe angewendet. Man versieht dann den Griff da, wo er aus dem Gehäuse hervortritt, mit iglit / mothes 18815d1/0284 K Heidelberg DFC einem Scharnier, so daß derselbe herabhängt, wenn das Fenster geschlossen ist; will man öffnen, so dreht man den Griffbügel aufwärts, bis er eine zur Fensterfläche winkelrechte Stellung einnimmt, dann aber seitwärts herum. Solche Bügelgriffe werden oft reich ornamentirt, bronzirt, versilbert oder vergoldet, sind aber unbequem zu handhaben und gehen im Scharnier leicht entzwei. 3. Eingelassenes Basquill mit Zahnstange und Keildreher, Fig. 457—461, unterscheidet sich bes. dadurch von denen sub 1 und 2, daß der ganze Beschlag, bis auf den Drehknopf, durch die Schlagleiste des Fensterflügels völlig verdeckt wird, wodurch man zugleich erreicht, daß die Schließbügel 9, Fig. 457, nicht so hoch zu sein brauchen wie bei dem sichtbaren B., Fig. 455, 456. Fig. 461 ist eine Ansicht, Fig. 458 ein Grundriß der beiden mittleren Flügelrahmstücke, mit dem Verschluß selbst; Fig. 459 die Ansicht des Verschlusses, nach Wegnahme der Schlagleiste. Das Basquillgehäuse wird ganz in die Vor-Fig. 462. Fig. 463. Fig. 464. derhöhe des zuerst aufgehenden Fensterflügels eingelassen; desgleichen muß die Vorderhöhe mit Nuthen versehen sein, welche die Riegel aufnehmen. Nach Befestigung des Beschlags wird die Schlagleiste angeschraubt, wodurch ersterer vollständig verdeckt wird. Für den Mittelverschluß ist der Drehdorn mit einer Zunge versehen u. so in einen Keildreher verwandelt, der sich beim Verschließen in ein Schließblech einlegt, welches im Falz des zweiten Flügelrahmens angeschraubt wird. Fig. 460 giebt eine Seitenansicht des Basquillriegels, u. Fig. 457 eine Vorderansicht des unteren Riegelkopfs, nebst seinem Schließbügel 9. Diese B.e sehen eleganter aus als die sub 1 u. 2beschriebenen, leiden nicht so durch Staub u. Unreinlichkeit u. geben in den Endverschlüssen größere Sicherheit, weil, wie erwähnt, die Schließbügel Fig. 4576 nicht so weit vorstehen als die sub gu. ½ in Fig. 455 u. 456, u. deshalb fester sitzen. II. ZBasquill mit einer einzigen Triebstange. Solche Beschläge haben den Vortheil vor den mit zwei Triebstangen, daß die durch die volle Höhe des Fensterflügels gehende Riegelstange das mittlere Flügelrahmholz gerade erhält und dadurch zum vollständigeren Verschluß beiträgt. Ferner kann hier, indem das Getriebe mit seiner Achse parallel zur Fensterfläche gebracht wird, das Gehäuse bedeutend schmäler als bei den anderen Basquillverschlüssen und daher Schlagleisten und Rahmhölzer schwächer gemacht werden. Wir geben in Fig. 462—467 einen solchen Beschlag, wie er v. Direktions-Ingenieur Hügel entworfen u. in der „Zeitschrift des Vereins zur Ausbildung der Gewerbe“ in München mitgetheilt ward. Fig. 465zeigt d. Seitenansicht, 464 die Vorderansicht des mittleren Beschlagtheils mit dem Ruder, Fig. 463 die Seitenansicht nach Wegnahme des Seitenblechs, und Fig. 462 die Vorderansicht des Basquillkastens, nach Wegnahme des Ruders und Schließhakens. Der Kasten besteht aus dem Unterblech „6,‚ Fig. 463, wo-Fig. 465. Fig. 466. Fig. 467. rauf die Seitenbleche b genietet sind, und ist mittels des hinteren Bleches in das Rahmholz des zuerst aufgehenden Flügels eingelassen und verschraubt. Die Triebstange derhält in der Mitte fünf Zähne, durch welche sie mittels des am Ruder »befestigten Triebrades bewegt wird. Dieses dreht sich in den Seitenlappen 55 des Kastens. Unsere Zeichnung stellt den Beschlag in geschlossenem Zustand dar. Beim Oeffnen zieht man das Ruder vom Rahmholz ab herunter; dadurch wird die Triebstange in die Höhe geschoben. Für den mittleren Verschluß ist an der Triebstange die seitliche Nase Fangebracht, welche sich in den an das Rahmholz des zu zweit aufgehenden Flügels geschraubten Schließhaken 9 einlegt und so an dieser Stelle beide Rahmhölzer zusammenhält. Fig. 466 und 467 ist der obere Schließhaken E, welcher an den Weitstab des Fensterfutters angeschraubt wird, dargestellt. D bei Fig. 466 zeigt die Vorderansicht, Eden Grundriß desselben. Zwischen 2 Haken V, welche mit einander durch das Blech Y, worauf sie eingesetzt und genietet werden, sowie durch das Querstück m(bei E) verbunden sind, geht die oben verstärkte Triebstange 4 durch, und ihr oberes Querstück ⸗legt sich auf dieselben beim Verschluß. Das untere Riegelende und der untere Schließkolben kann wie in Fig. 456 konstruirt werden. Gegen das Biegen der Triebstange und zur Führung derselben dienen zwei zunächst den Schließhaken an den Enden angebrachte verdeckte Schieber oder gewöhnliche, außen sichtbare Führungshülsen. Die Zahl dieser Schieber od. Führungshülsen richtet sich nach der Höhe der Fenster. Einfachere, bes. eingelassene, verdeckte Beschläge dieser Art können von Schmiedeeisen, die reicheren, besonders wenn sie frei liegen, sichtbar sind, von Messing oder Bronzeguß gemacht werden. Die Triebstange besteht dann mindestens aus polirtem Eisen. Doch thut man auch hier besser, die ganze Vorrichtung unter die Schlagleiste zu versenken, so daß blos Griffe und Riegelenden sichtbar sind. Diese lassen sich in gefälligen Formen dem jeweiligen Baustil anpassen. Der Mäßstab für unsere Figuren ist etwa ½ der wirklichen Größe. Die genaue Größe und Stärke richtet sich natürlich nach Höhe u. Schwere des Fensters, der Thüre etc.