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BaukunstBau-Lexikon 1881

Bildsäule, k. Statue, k., Standbild, n., franz. statue, k., engl. statue, griech. 293e. Bildsäulen nennt man Werke der plastischen Kunst, durch welche menschliche Gestalten in Holz, Thon, Gips, Stein oder einem der verschiedenen Metalle dargestellt werden; doch giebt man auch den aus diesen Stoffen verfertigten Thiergestalten den Namen Bian, obgleich eigentlich mit Unrecht. Man unterscheidet eigentliche Standbilder, Pedesterstatue, frz. statue pédestres, engl. pedestrian statue und Reiterstatue, Equesterstatue, frz.statue équestre, engl. equestrian statue. Die Ban sind ihrer Aufstellungsweise nach in selbständige u. der Anerkennung, f sich zu sehr verkürzt darstellt. 2. Bildsäulen als Dekorationstheile des Gebäudes. Diese stehen entweder in Bilderblenden, welche dann geräumig genug, aber auch nicht zu groß sein müssen: dabei hat sich der Architekt mit dem Bildhauer zu verständigen; oder sie stehen auf Brüstungspostamenten, und es gelten dann zunächst die unter Langeführten Regeln; oder sie stehen auf Konsolen an Wandflächen, dann dürfen die Wandflächen nicht so massig sein, daß sie der Wirkung der Ben schaden, aber sie müssen ruhig gehalten sein. Die Konsolen unterliegen denselben Bedingungen wie die Postamente; s. übr. d. Art. Konsole. Die Größe der B.n an Gebäuden muß in richtigem Verhältnis mit den Mäßen der architektonischen Gestaltungen stehen, sollte aber nie die natürliche Menschengröße überschreiten, weil das Auge unwillkürlich die Größe der Bin als Mäßstab für die Größe des Gebäudes annimmt, u. daher ein Gebäude mit Statuen von Ueberlebensgröße leicht kleiner erscheint als es ist. Ueber Bin als Theile architektonischer Gestaltung s. d. Art. Karyatiden; Säulen mit B.n, s. d. Art. Säule. Hildschnitzerei, f., 1. frz. art m. de Limagier-tailleur, sculptureé f. en bois, engl. image-carving, derjenige Theil der Plastik, dessen Ausübung darin besteht, Statuen, Reliefs u. dgl. Darstellungen aus Elfenbein, Holz etc. zu schnitzen, daher auch speziell Elfenbeinschnitzerei, Holzbildhauerei genannt. — 2. frz. entaille, f., engl. entaile oder Carved Work, ital.intaglio, die Arbeiten des Bildschnitzers, auch Schnitzwerk genannt. HBildstein, m. (Mineral.), 1. s. v. w.Agalmatolith (s. d.). — 2. (Maur.) s. v. w. Formstein, s. Gesimsstein.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 1, S. 378Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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