Plasticator, m., lat. Bildner, Modelleur, Plastiker. Mlastik, plastische Kunst, Bildnerei, sildformerei, f. franz. plastique, f., art plastique, engl. formative art, plastics, PpI., ist die Kunst, schöne Formen u. Gestalten aus harten u. weichen Massen zu bilden. Mit dem Bauwesen in Berührung steht besonders: Bildhauerkunst, Stukkatur⸗, Schnitz⸗ u. Bossirkunst etc. Auf mancherlei Weise bediente man sich von jeher dieser Kunst zu Ausschmückung und Verzierung der Gebäude. Die dabei am häufigsten in Anwendung kommenden Werke der P.sind: Statuen (s. Bildsäule), Reliefs (s. d.), Gruppen (namentlich in Giebelfeldern), Büsten, Medaillons etc. Leider wird der figürliche Schmuck an Gebäuden immer seltener, bes. weil Architekt und Bildhauer sich gegenseilig zu wenig Konzessionen machen; Jeder betrachtet seine Arbeit als Hauptsache und will der des Andern zu wenig Rechte einräumen. Häufiger noch ist die Ausschmückung mit ornamental-plastischen Werken. Aber bei aller Grazie u. formellen Schönheit, die sie entwickeln mögen, läßt sich doch solchen Werken eigentlich höhere, d. h. bedeutungsvolle Schönheit nur schwer geben. Ueber das Technische der einzelnen Zweige der P. s. d. Art. Modell, Bossen re.