bohnen (bonen, bahnen, bühnen), akt. Z., frz. cirer et frotter, engl. to rub with wax. Um hölzerne Fußböden oder andere dgl. Gegenstände glatt zu machen, taucht man einen leinenen Lappen in Wachs, welches mit Baumöl od. Terpentinöl (4 Gewichtsth. Wachs auf 3 Gewichtsth. Terpentinöl) gekocht ist und dem nach dem Erkalten noch 2 Gewichtsth. Spiritus zugesetzt sind. Man reibt mit diesem Lappen den betr. Gegenstand bis zum Hängenbleiben des Wachses, welches man aber auch mit einem Pinsel auf: tragen kann. Bei Eichenholzfußböden wendet man meist gelbes Wachs an; weißes aber hält sich reinlicher und verändert auch die Farbe des Holzes weniger als das gelbe; s. auch d. Art. Bohnfarbe. Der zu bohnende Fußboden muß ganz rein u. trocken sein. Das Eindringen des Wachses kann man dadurch befördern, daß man die geriebenen Stellen mit einer gohnpfanne überfährt, d. h. einer Pfanne voll glühender Kohlen, die auf einem schwachen Rähmchen steht u. einen hölzernen Stiel hat. Während der eine Arbeiter diese Pfanne handhabt, reibt der andere die soeben gewärmten Stellen, so lange das Wachs weich ist, mit dem wollenen Lappen. Dann kann die Bohnfarbe oder Bohnseife (s. d.) mit Borstwisch od. Pinsel aufgetragen werden,. u. nun folgt das eigentliche B., meist mittels einer großen, nicht zu steifen Bürste, die am Boden eines mit einem Stiel versehenen u. durch Steine beschwerten Kastens angebracht ist, oder mittels zweier Bürsten, die der Arbeiter an die Füße schnallt; zuletzt überreibt man nochmals mit einem wollenen Tuch.