Spundwand, . frz. Rlef. od. cours m. de palplenches, engl. pile-planking, border-piling, sheet-piling, 1. eingerammte S., als Uferwand sowie als Grundbefestigung oder Wasserwand, Blendwand, bei Schleusen, Fangdämmen etc. verwendet; s. d. Art. Kehrwand. Die Spundpfähle (s. d.) oder Spundbohlen (s. d.) werden in dicht geschlossenen Reihen eingerammt und dann mit einem Holm überdeckt. Darauf werden, bei Fangdämmen, Schleufen oder wo sonst mehrere Reihen in gleicher Entfernung von einander gehalten werden sollen, die Zangen oder Querschwellen mit einem 7 em tiefen Schwalbenschwanz gelegt, und dann darüber der Bohlenbeleg oder die Bartplanken. Vgl. d. Art. Brücke, Schleuse u. Grundbau. Die Stärke der Spundwände bestimmt sich nach dem Seitendruck des Erdbodens. Um die Pfähle in gehöriger, gerader Richtung und zugleich dicht u. fest einzurammen, legt man auf eine Rüstung von eingestoßenen Spitzpfählen zwei Stücke Holz (Zwingen) in der Breite der S. aus einander und verbindet sie an den Enden durch Treibriegel. Zwischen diese Zwingen werden die Spundpfähle gestellt u. eingerammt. Man legt bei langen Spitzpfählen auch 2 Reihen solcher Zwingen an, wo dann die untersten Lehren heißen. Das dichte Aneinanderschließen der Spundpfähle sucht man durch Spreizen u. Keile zu erhalten. Bei langen Spundwänden und wichtigen Bauten ist es auch gut, wenn in größeren Zwischenräumen, etwa alle 4—6 m. ein starker Pfahl eingefügt wird, wenn er dann auch etwas vorstehen bleibt. Die Spundnuthen können oben einen halben breiter sein als unten. — 2. Auf Schwellen gestellte S. sowohl als Blendwände, Fußhölzungen, wie auch als Hauswände benutzt; die Spnundpfosten greifen mittels eines Zapfens in die durchgehende Nuth der Schwelle ein und sind in einander verspundet; ebenso wie mit der Schwelle, werden sie oben mit dem Rähmen, bei Oeffnungen“ mit den Riegeln verbunden (s. Fig.3223); da bei solchen Wän⸗ Fig. 3223. Spundwand. den kein Längenverband im Holzwerk angebracht werden kann, so thut man wohl, an Hauptecken eiserne Zugbänder anzubringen. — 3. Riegelwand, mit gespündeten Bretern verschlagen.