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ReligionBau-Lexikon 1881

Chorschranken, f. pl., frz., écran, m., engl. screen, lat. septum, n., hölzerne od. steinerne Brüstung oder metallenes Gitter zwischen Chor und Gemeinderaum. In den altchristlichen Basiliken umzog sie meist den Chor allseitig, s. d.Art. Cancellen; später ist sie bei einschiffigem Chor meist nur am Westende des Chors nöthig, dann engl. roodscreen, bei Vorhandensein eines Umgangs aber auch an den Seiten zwischen den Pfeilern (s. Fig. 1024) und heißt dann frz. oloture de choeur, engl. choir-screen, parclose, lat. trela chori. Sie ist entweder gar nicht oder nur in der oberen Hälfte durchbrochen, oft sehr reich architektonisch gegliedert oder mit Bilderwerk geschmückt. Beispiele finden sich in M. M. a. W. aufgezählt.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 51Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

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