FeedContre-approche
GeschichteBau-Lexikon 1881

Contre-approche, f., frz. (Kriegsb.), engl. Counterapproach, span. contra-approche, Gegenlaufgraben, ein von Seiten des Belagerten mittels der flüchtigen Sappe an den Kapitalen der an die Angriffsfront grenzenden Werke vorgetriebener Laufgraben, an dessen Spitzen hinter Sandsack- oder Schanzkorbbrustwehren leichte Geschütze behufs Flankirung des Feindes eingeführt werden. Die Contreapprochen setzen den Belagerten in den Stand, die feindlichen Laufgräben der Länge nach, mitunter sogar im Rücken zu bestreichen; siezwingen den Angreifer zur Wegnahme derselben, bevor er sich zur Wegnahme der Werke anschicken kann. Damit der Belagerer nicht die Linien der Contreapproche als Tranchee und die an der Spitze angelegten kleinen Werke als Brustwehr benutze, müssen die Contreapprochen schnell einzuebnen und mit Umsicht horizontal defilirt sein. Ple.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 68Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 12

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Geschichte 6