Decke mit Trägerwellblech. N 74. ihe der Wände an. Bei großen, im Verhältnis etwas niedrigen Räumen kann man dadurch sogar den Schein er größeren Höhe erzeugen. — Was das Material anigt, so ist allerdings die Leimfarbe am meisten angendet, aber sie nimmt Staub, Rauch re. leicht an und ordert deshalb häufige Reparatur, die stets mit großer hellblech auf ITrägern. ubequemlichkeit für den Bewohner verknüpft ist. Oelalerei, Wachsmalerei oder Tränkung der Leimfarbenalerei mit Wachs sind daher vorzuziehen. Deckenputz, m., Deckenverputz, m., frz. erépi et enduit au plafond, engl. plastering on ceiling. Je nach der wählten Konstruktionsweise der Decken, s. d. Art. Decke B., wird das Holzwerk entweder aufgehauen, gerauht, aufgepickt od dergl., od. es wird durch Verschalen mit gespaltenen Bretern und durch Berohrung oder auch durch Beschlagen mit Ruthen, Reisern, Pliesterlatten, kanälirten, gefalzten od. sonstigen in schmale Flächen getheilten Latten od. Bretern eine Fläche vorbereitet, in deren Vertiefungen sich der Putz leicht festanhängt; s. d. Art. berohren. Außer den dort erwähnten Rohrmatten giebt es neuerdings sog. Deckengewebe. Dieses von H.Kahls in Chemnitz fabrizirte, demselben patentirte Deckengewebe besteht aus Holzstäbchen, deren je 2,wovon 1 Trapez u. 1 Dreieck mittels kleinen Stiften zusammengenagelt u. dann auf einer hierzu besonders konstruirten Maschine mittels Draht zusammengewebt werden. Die Stäbchen werden auf Kreissägen 1m.lang geschnitten u. erhalten je4 Drahtbindungen in gleichweiten Entfernungen von einander. Unterhalb des Stäbchengewebes befinden sich 4 Stück 2 Mm. starke Laufdrähte, auf welchen die Stäbchen aufliegen; ein schwächerer Bindedrahtschlingtsich dann fest um Laufdraht u. Stäbchen. Dieses Gewebe wird nun auf 30 mbreiten und 20 mm. hohen Latten u. zwar je Lan den Stößen und 2 in der Mitte genagelt. Die so hergestellten Tafeln werden, je nach Entfernung der Balken, in der Länge bis zu 4 m. geliefert und ohne Verschalung quer über die Balken genagelt. Nun wird zunächst die Fläche mit Mörtel ausgeworfen; zu diesem Auswerfen verwendet man hier u. da, 3. B. in Hessen-Darmstadt, Lehmmörtel; dies ist aber zu vermeiden, vielmehr gleich etwas gröberer Kalksandmörtel zu nehmen. Um nun auch diese Arbeit zu sparen, hat H. Kahls in Chemnitz eine Masse zusammengestellt, welche als dicker Brei in die Zwischenräume der Stäbchen so eingewalzt und so auf dieselben aufgetragen und mittels Steinplatte abgerieben wird, daß die Masse die Stäbchen bedeckt, daß also das auf Latten genagelte u. mit der Masse versehene Gewebe eine gleiche Fläche bildet. Die Masse ist in 24 Stunden genügend getrocknet, um das Ganze sofort verwenden zu können. Die Masse ist halb so schwer als Holz, kann in Verbindung mit den Stäbchen beliebig je nach Bedarf zersägt, gebohrt oder genagelt werden, ohne daß dieselbe reißt oder ausbröckelt. Auch diese sog. Rauhputzdecke ist patentirt und gewährt neben Ersparung des Verschalens durch die sehr schnelle Anbringung, welche jeder beliebige Arbeiter, ohne darauf besonders eingerichtet zu sein, vornehmen kann, große Zeitersparnis. Diese Rauhputzdecke wird, wie das leere Gewebe, quer über die Balken genagelt; durch jede der 4 Latten kommt auf jeden Balken je 1 Nagel. Geht die Länge u. die Breite der gelieferten Tafeln an den Balken nicht auf, so daß man zum Ausgleich nur einen Theil der Länge oder der Breite derselben gebrauchen kann, so trennt man einfach das Ueberflüssige durch eine Handsäge ab. Die Stöße der Tafeln, sowie die Flanken derselben, deren letztere noch durch eine Querleiste verbunden sind, um beim Zusammenpassen an den Balken größere Stabilität zu erzielen, werden ebenfalls mit der Putzmasse bestrichen, vor dem Aneinanderpassen mit einem Maurerpinsel tüchtig angefeuchtet u. dann fest zusammengeschoben. Vor Aufbringung des feinen Putzes muß man die Rauhputzdecke tüchtig mit nassem Maurerpinsel bestreichen, es wird dann die Verbindung des feinen Putzes mit der Masse eine vorzüglich feste. Man verwendet diese Rauhputzdecken auch zur Herstellung von leichten Wänden in der Weise, daß man an den betreffenden Stellen Pfosten anbringt und die Rauhputzdecke quer herüber nagelt. Die Preise stellen sich ab Fabrik netto bei 1 m. Breite per qmn. für Gewebe auf Ml. l: für Gewebe auf Latten Mk. 1.10 für Rauhputzdecke Mk. 1.50. Auf der ausgeworfenen Berohrung, Bepliesterung, Rohrmatte, Deckengewebe etc. od. auf der beschriebenen Rauhputzdecke erfolgt nun der Aufzug in feinem Mörtel u. endlich die Fünchung, zu welcher man häufig etwas Gips dem Kalkmörtel beifügt, auch wohl blos Gips, mit feinem Sand zu Mörtel angemacht, oder Sparkalk, oder doch mindestens eingesümpften Weißkalk, mit Tünchsand angemacht, verwendet. Der Härkalk besteht aus Kalk oder Gips, mit Kuhhären, zuweilen auch mit Kälberhären gemischt, damit er schneller trocknet; doch ist der mit Hären gemischte Kalk an manchen Orten verboten; der D. aus Härkalk u. Lehm, frz. batisodage, ist für Decken, die nicht besonders glatt zu sein brauchen, zu empfehlen; s. übrigens d. Art. Putz.