Durchlaßgraben, m., 1.( Bergw.) auchSchlämmgraben od. Trübhappe gen., Vorrichtung zum Reinigen (Läutern) solchen Setzkornes, welches für das Härsieb zu fein, für den Stoßherd zu grob ist. Ein solcher D. besteht in der einfachsten Art aus dem Mehl-⸗ od. Schlämmkasten, aus der Durchfalllutte, aus einem etwas geneigten Graben od. Herd u. aus einer Abzugsrinne. Das zu läuternde Mehl wird schaufelweise in den Kasten geworfen, aus einer Rinne Wasser darauf gekehrt und die hierdurch gebildete Trübe mit einer Krücke unter stetem Rühren an eine Lutte herangezogen, so daß die Flut durch diese auf den Herd herabfällt und dabei die Absonderung der reicheren und ärmeren Theile erfolgt. Das Läutern wird so oft wiederholt, bis der größte Theil des Erzes zu sog. Schmundschlich reingewaschen ist; den unreinen Rückstand setzt man der nächsten Trübarbeit zu (s. Aufbereitung). (8e.) — 2. (Straß.) frz. rigole, f., engl. culvert, kleiner Graben zu Durchführung von Wasser unter Straßendämmen etc.