FeedDrehsieb
TechnikBau-Lexikon 1881

Drehsieb, n. (Bergw.), frz. patouillet, m., engl. washing-cylinder, auch Abläutertrommel gen., dient zum Abläutern des Grubenkleins u. ist ein eylindrisches Gefäß amit 2 Böden, s. Fig. 1467, dessen Dauben nicht knapp zusammengefügt sind, sondern Zwischenräume freilassen, durch welche die feineren Theile durchfallen „während die gröberen im Gefäß zurückbleiben. Die Trommel dreht sich in horizontaler oder geneigter Lage um ihre Achse und taucht fast bis zur Hälfte in einen mit Wasser gefüllten Kasten bein, damit die schmandigen Theile abgelöst werden und zwischen den Dauben der Trommel auf einen aus Eisenstäben zusammengesetzten Rost 6 durchfallen. Der Rost liegt im Wasserkasten u. wird bei der Umdrehung der Trommel durch mehrere auf ihrer Oberfläche angebrachte Daumen distoßweise in Bewegung gesetzt. Anstatt des Rostes kann ein Sieb eingehängt werden. Dem Wasserkasten giebt man die Gestalt einer umgekehrten gestutzten Pyramide mit geneigtem Boden e, von welchem der Schlamm in eine Mehlführung gelangt; s. Aufbereitung.

Illustrirtes Bau-Lexikon. Praktisches Hülfs- und Nachschlagebuch im Gebiete des Hoch- und Flachbaues, Land- und Wasserbaues, Mühlen- und Bergbaues, der Schiffs- und KriegsbaukunstHrsg. von Oscar Mothes, 4. Aufl., Leipzig und Berlin: Otto Spamer 1881–1884 · Bd. 2, S. 180Scan: Universitätsbibliothek Heidelberg · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 6

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Technik 6