Wäsche, k., Waschwerk, n. (Hütt.), frz. averie, f.,Iavoir, lavage, m., engl. washing. Lokalität und Verfahren zur Konzentration des gepochten Erzes, indem dasselbe vor dem Schmelzen durch Waschen vom tauben Gestein gesondert wird. Zu diesem Behuf errichtet man zwischen Pochwerk und Schmelz⸗, resp. Hochofen einen Schuppen, in dem an einer Seite eine Reihe Vertiefungen sich hinzieht (Gräben genannt). Das Erz kommt zuerst in den tiefen Graben (Gefälle), wo es den reinsten und gröbsten Schlich absetzt, der Häuptel oder Heidel genannt wird. Im nächsten, dem Mittelgraben, setzt sich das Zähehäuptel ab; in dem nächstfolgenden ersten, zweiten und dritten Graben (von 50 — 42 cm. an Tiefe abnehmend) der Mittelschlamm; in den nun folgenden schmalen Gräben, Schlämmgräben, die bei weitem seichter sind, der zjhe Schlamm. Am Oberharz heißen die Gräben das Schußgerinne, der Mittelgraben und der Reinmachergraben. Nun tritt das Wasser in die Sümpfe, deren ersterer /¾ m., der zweite 1 .. tief sein kann; was sich hier aus dem nunmehr langsam fließenden Wasser noch setzt, heißt Sumpfschlamm, u das Unnütze, worin kein Erz ist, Schwänzel. Auf der andern Langseite des Schuppens nun stehen die Waschherde, gespeist durch das circa 1,½ m. über dem Fußboden hingeführte Herdgerinne, und so wie die neben ihnen stehenden Schlämmkästen nach dem Fenster zu abhängig sind, ebenso der Fußboden; an den Fenstern läuft dann die Herdflut hin, die das gebrauchte Wasser abführt. Der Schlämmkasten hat stufenförmigen Boden. Auf den höchsten Theil werden die Wäschwasser aus dem ersten Graben geleitet, während die klaren Schliche direkt auf den Herd kommen; dieser besteht aus gehobelten Spündebretern und wird nach seiner Einrichtung verschieden benannt. Die Kurzherde, Kehrherde oder Glauchherde haben glatte Oberflächen. Die Planenherde sind mit Leinwandplanen bedeckt und dadurch mit rauher Oberfläche versehen. Beide Sorten sind unbeweglich, etwa 3½—5¼½ m. lang und ½—1 m. breit. Die Schlämmkästen sind eben so lang, aber etwas schmäler, und die Zwischenräume betragen circa ½ m. Neuerdings werden vielfach die Stoßherde angewandt, welche an ihrem Kopf ein wie ein Beutelwerk eingerichtetes Stoßgerüst haben, deren Gerinne, an Hintersäulen befestigt, samt diesen durch den Drückel der Drückelwelle mittels Daumen der Kraftwelle geschüttelt wird, wodurch zugleich der eigentliche untere Herd hin und her gestoßen wird. Ein solcher Herd ist circa 6½ m. lang und 3 m breit. Dann hat man noch den ähnlichen, aber kleineren Sichertrog u. den rotirenden Herd. Je nach der Wahl unter diesen Formen richtet sich die Größe des Gebäudes. Dieses selbst muß heizbar sein, und darüber bringt man gern Trockenböden für das gewaschene Erz an.